Objektspeicher

Objektspeicherung ist eine Speicherinfrastruktur mit der Daten in Form von Objekten verwaltet werden, die nicht hierarchisch in Ordnern organisiert sind. Im Gegensatz dazu werden Dateien in Dateispeichern hierarchisch verwaltet, und in Blockspeichern werden die Daten in Datenblöcken auf Spuren und Sektoren gespeichert.


Beim Objektspeicher wird jedes einzelne Objekt als Binary Large Object (BLOB) gespeichert, außerdem wird es durch Metadaten eindeutig beschrieben und durch eine einmalig vorkommende globale Kennzeichnung gekennzeichnet. Der Namensraum der Objekte ist einfach aufgebaut und besteht aus einer Ebene. Objekte können nicht innerhalb anderer Objekte platziert werden. Dadurch wird die Abhängigkeit zwischen Objekten beseitigt und die Grundfunktionen der Objektspeicherung, nämlich das Speichern und Wiederauffinden von Objekten, verbessert.

Objektspeicher haben enorme Speicherkapazitäten und sind prädestiniert für Big Data mit Datenmengen von Petabytes und Exabytes. Leistungsfähige Suchalgorithmen unterstützen die einfache und effiziente Speicherverwaltung und sorgen für einen wesentlich schnelleren Zugriff gegenüber anderen Speicherarchitekturen. Die Objektspeicherung unterstützt Möglichkeiten, die mit keiner anderen Speicherarchitektur realisiert werden können. So beispielsweise Interfaces, die direkt von der Anwendung programmiert werden oder einen Namensraum, der über viele Hardware-Instanzen und Managementfunktionen wie die Datenreplikation oder die Datenverteilung gespannt werden kann.

Die Objektspeicherung wird durch diverse Speicherprotokolle wie das S3-Protokoll von Amazon und das Swift-Protokoll der OpenStack Foundation unterstützt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Objektspeicher
Englisch: object storage
Veröffentlicht: 22.10.2017
Wörter: 218
Tags: #Speichertechnik
Links: OpenStack, Amazon, Big Data, BLOB (binary large object), Block-Speicher