OQPSK (offset quadrature phase shift keying)

Offset Quadrature Phase Shift Keying (OQPSK) ist eine Sonderform der Quadratur-Phasenumtastung (QPSK), bei der zwischen der Bezugsphase und dem Quadraturbitstrom ein Versatz von einem Bit besteht. Wie bei der Quadratur-Phasenumtastung werden vier unterschiedlichen Pegelwerten vier Phasenlagen zugeordnet. So entspricht der Wert bei der Phasenlage von 45 ° dem Digitalwert 11, bei 135 ° dem Digitalwert 01.


Bei der Quadratur-Phasenumtastung (QPSK) kann es zu Phasenwechseln von 180 Grad kommen, nämlich dann, wenn sich beispielsweise das Dibit von 00, das einen Phasenwinkel von 45 Grad hat, auf den Digitalwert 10, mit einem Phasenwinkel von 225 Grad, ändert. Das führt dazu, dass die Senderamplitude für den Zeitpunkt des Nulldurchgangs in der Amplitude auf Null fällt, was die Synchronisiation der Empfangseinrichtung beeinträchtigen kann. Dies verhindert die OQPSK-Modulation.

QPSK- 
   (oben) mit 180-Grad-Phasensprüngen und OQPSK-Modulation

QPSK- (oben) mit 180-Grad-Phasensprüngen und OQPSK-Modulation

Bei der OQPSK-Modulation bekommen die geraden und ungeraden Bits einen Zeitversatz von einer halben Bitperiode. Dadurch gibt es keinen Phasenwechsel mehr von 180 Grad, sondern immer nur zwischen zwei benachbarten Modulationspunkten, also immer von 90 Grad. Die Signale werden also nicht mehr durch hohe Phasensprünge verfälscht.

Die OQPSK-Modulationstechnik wird bei ZigBee bzw. 802.15.4 im 2,4-GHz-Bereich angewendet. Sie ist ähnlich dem Minimum Shift Keying (MSK).

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: offset quadrature phase shift keying - OQPSK
Veröffentlicht: 10.05.2011
Wörter: 191
Tags: #Umtastverfahren
Links: Amplitude, Bit (binary digit), Dibit, IEEE 802.15.4, MSK (minimum shift keying)