Netzwerkmanagement-Architektur

Die Netzwerkmanagement-Architektur (NMA) spezifiziert im Rahmen der SNA-Architektur die Management-Services, die Funktionen innerhalb eines SNA-Netzes planen, organisieren und kontrollieren. NetView ist das zu NMA passende Produkt. Auf dem Host installiert, hat es ein relativ vollständiges Wissen um die Vorgänge im logischen und physischen Netz. Ende 1990 wurde die neue Version 2 von NetView angekündigt.


Das Problemmanagement ist der Prozess der Handhabung von Problemen im Netz von der Entdeckung bis zur Lösung. Im Rahmen der Problembestimmung werden Probleme in Hard-, Soft- und Firmware durch einen automatisierten Prozess oder »von Hand« entdeckt.

Management-Bereiche 
   in SNA

Management-Bereiche in SNA

Leistungsmanagement und Abrechnungsmanagement sind die Teile von NMA, die die Nutzung von Netzkomponenten quantifizierten, aufzeichneten, kontrollierten und saldierten. Die Beobachtung der Antwortzeit erzeugt Problemmeldungen, wenn vorbestimmte Schwellwerte überschritten werden. Auch die Aufzeichnungen über Auslastung und Verfügbarkeit von Netz-Betriebsmitteln und Servern sowie Verzögerungsmessungen über Netzkomponenten kann bei Über- bzw. Unterschreitung vorgegebener Werte entsprechende Alarme erzeugen.

Das Konfigurationsmanagement kontrolliert die Information, die dazu benötigt wird, vernetzte Betriebsmittel und deren Abhängigkeiten und Wechselwirkungen jederzeit zu identifizieren. Dies betrifft gleichermaßen physische und logische Netzwerkbetriebsmittel wie Host, Frontend-Prozessor, Cluster-Controller, Modem, Multiplexer, Konzentrator und Protokollkonverter sowie deren Soft- und Firmware.

Änderungsmanagement ist der Prozess der Planung und Kontrolle von Änderungen (Hinzufügen und Entfernen sowie Modifikation von vernetzter Hardware, Microcode und Software). Die Software-Änderungskontrolle achtet auf Softwarebewegungen wie Installation, Entfernung, Modifikationen und Modulen, die nur vorübergehend installiert werden.

NMA unterscheidet konstruktiv zwischen Focal Point, Entry Point und Service Point. Üblicherweise residiert der Focal Point in einem System /370. Er stellt zentralen Netzwerkmanagement-Anwendungen vorbereitete und bereinigte Netzwerkmanagement-Daten zur Verfügung.

Service Points liefern Management-Services zur Unterstützung des Zugriffs von Nicht-SNA-Einheiten in SNA-Architekturen. Sie sind sozusagen Netzwerkmanagement-Server: Sie sammeln Netzwerkmanagement-Daten von Nicht-SNA-Eifheiten, konvertieren diese Daten in SNA-Netzwerkmanagement-Service-Daten und leiten die Information zu einem Local Point weiter.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzwerkmanagement-Architektur
Englisch: network management architecture - NMA
Veröffentlicht: 10.03.2008
Wörter: 304
Tags: #Hersteller-Netze
Links: Abrechnungsmanagement, Änderungsmanagement, Alarm, Antwortzeit, Cluster-Controller