Netzwerkarchitektur

Die Netzwerkarchitektur ist der konzeptionelle Rahmen für Kommunikationssysteme oder für Rechner, in dem die Funktionen, Schnittstellen und Verfahren festgelegt sind, wie und in welcher Form die einzelnen Netzwerkkomponenten miteinander kommunizieren.


Was die Netzwerkarchitekturen betrifft, so gibt es offene Netzwerkarchitekturen und proprietäre, herstellergebundene. Die offenen Architekturen sind von der Open Systems Interconnection (OSI) spezifiziert und von IEEE standardisiert und können unter Einhaltung der Spezifikationen von allen Unternehmen weltweit genutzt werden. Die herstellergebundenen Netzwerkarchitekturen basieren auf hersstellerspezifischen, nicht öffentlichen Standards und arbeiten mit Herstrellerprodukten oder lizenzierten Produkten. Sie stammen in aller Regel von namhaften Computerfirmen wie die Systems Network Architecture (SNA)) von IBM, DECnet von der Digital Equipment Corp. oder Transdate von Siemens.

Die Netzwerkarchitektur zeigt sich in der Topologie, dem Zugangsverfahren und anderen relevanten Kennwerten. Sie bildet die Beschreibung des Erscheinungsbildes eines Systems, z.B. eines Betriebssystems oder eines Netzwerksystems. Sie umfasst alle Funktions- und Leistungsmerkmale zur Beurteilung von deren Funktionalität und Nutzbarkeit. Besondere Kriterien sind Systembelastbarkeit und Anschluss- bzw. Kommunikationsfähigkeit mit anderen Systemen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzwerkarchitektur
Englisch: network architecture
Veröffentlicht: 15.04.2020
Wörter: 170
Tags: #Offene Netze
Links: Architektur, BS (Betriebssystem), DECnet (Digital Equipment Corporations proprietary network architecture), Digital, IEEE (institute of electrical and electronics engineers)