Netzwerk-Slicing

Network Slicing ist die Partitionierung einer physischen Netzwerkinfrastruktur in diverse virtuelle Netzwerkelemente. Bei dieser Technik, die in Kernnetzen, Mobilfunknetzen und Zugangsnetzen eingesetzt wird, können in den dedizierten virtuellen Netzwerken anwendungsspezifisch spezielle Funktionen bereitgestellt werden.


Network Slicing arbeitet wie Software Defined Networking (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV) und dient der Flexibilisierung der Netzwerke. Mobilfunknetzbetreiber können diese in kleinere virtuelle Teilnetze aufteilen und miteinander verbinden. Da jedes partitionierte virtuelle Netzwerk unabhängige Netzwerkfunktionen bereitstellt, können auf einer physischen Netzinfrastruktur mehrere virtuelle Netze aufgebaut und die Dienste und Funktionen den Kundenbedürfnissen angepasst werden. Über das Slicing kann das Funkzugangsnetz virtuell partitioniert werden, ebenso die wie Kernkomponenten des Evolved Packet Core (EPC) oder die Rechenzentren. Es können virtuelle Netze mit hohem Datendurchsatz für Streaming oder mit kurzer Latenzzeit für die Steuerung von Maschinen partitioniert werden.

Das Mobilfunknetz der 5. Generation (5G) arbeitet mit Network Slicing und kann das Mobilfunknetz in mehrere parallele virtuelle Netzwerke unterteilen, die jede für sich dank unterschiedlicher Eigenschaften und Dienste spezifische Anforderungen erfüllt. Dadurch können die für das Internet of Things (IoT) relevanten Dienste Enhanced Mobile Broadband (eMBB), Massive Machine-Type Communication (mMTC) und Ultra Reliable Low Latency Communication (uRLLC) von verschiedenen Dienstanbietern bereitgestellt und gemeinsam über ein Funkzugangsnetz abgewickelt werden. Ähnliches gilt für die automobile Fahrerassistenz mit der Car-to-Car-Communication (C2C), der Car-to-Infrastructure-Communication (C2I) und dem autonomen Fahren.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzwerk-Slicing
Englisch: network slicing
Veröffentlicht: 19.03.2019
Wörter: 232
Tags: #Netzwerke
Links: 5. Generation, C2C (car to car communication), C2I (car to infrastructure), Datendurchsatz, Dienst