Netzfilter

Die Bezeichnung Netzfilter steht einerseits für den Überspannungsschutz mit denen die Netzspannung gegen Störungen, Glitches, Spikes oder Elektrosmog gefiltert wird, sie wird andererseits aber auch für Contentfilter im Internet benutzt, um den Benutzerzugriff auf unerwünschte, gewaltverherrlichende, rechtsextreme oder pornografische Websites zu verhindern.


Netzfilter oder Netzentstörfilter zur Filterung der Netzspannung sind passive Tiefpässe, bestehend aus Induktivitäten und Kapazitäten. Sie sind so aufgebaut, dass in jeder stromführenden Leitung - im Nullleiter und im Phasenleiter - ein Tiefpass ist und die Kondensatoren beider Tiefpässe an einem Verbindungspunkt auf Masse liegen.

Netzfilter zum Einbau, Foto: pci-card.com

Netzfilter zum Einbau, Foto: pci-card.com

Die stromkompensierenden Drosseln liegen im Null- und im Phasenleiter, sie bestehen aus mehreren identischen Wicklungen und benutzen einen gemeinsamen Ferritkern. Durch diesen Aufbau können die Drosseln gleichgeartete Störungen, die auf beiden stromführenden Leitern auftreten, gut kompensieren. Die Grenzfrequenz der Tiefpässe ist so gewählt, dass sie für die Netzfrequenz keinen Blindwiderstand bilden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzfilter
Englisch: power line filter - PLF
Veröffentlicht: 06.03.2014
Wörter: 160
Tags: #Niederspannungsnetz
Links: Blindwiderstand, Contentfilter, Drossel, Elektrosmog, Erdung