Netzebene (NE)

Die Bezeichnung Netzebene stammt aus den Breibandkabelnetzen. Um die Zuständigkeit der verschiedenen Kabelnetzbetreiber zu regeln, wurden die Netzbereiche in Netzebenen eingeteilt. Das Netzebenenmodell wurde später in die glasfaserbasierte Gbäudeverkabelung übernommen.

Die Netzebene 1 beginnt am Studio-Ausgang und endet an einer Schaltstelle. Diese überregionale Netzebene 1 benutzt für die Übertragung vorwiegend Richtfunk.

Netzebene 2 dient der Verteilung der Fernseh- und Rundfunksignale im regionalen Bereich. Die in Unterabschnitte eingeteilte Netzebene nutzt für die Übertragung Richtfunk, Satellit, Glasfaser und Breitband-Kabelnetze.

Der örtliche Bereich wird mit Netzebene 3 bezeichnet und tangiert das Zugangsnetz oder das Kabelverteilnetz. Bei einem Kabelverteilnetz befindet sich auf Netzebene 3 die Kopfstelle. Auf der Netzebene 3 erfolgt die Übertragung der Signale bis zum Hausübergabepunkt (HÜP). Erfolgt die Übertragung über Glasfasern, dann werden die LwL-Außenkabel bis zum Glasfaser-Abschlusspunkt (GF-AP) geführt und von dort bis zum Glasfaser-Gebäudeverteiler (GF-GV). Die Topologie der Netzebene 3 ist baumartig.

Netzebene 4 ist die Hausverteilanlage (HVtA) ab dem Hausübergabepunkt (HÜP). Diese Netzebene endet an der Anschlussdose in der Teilnehmerwohnung. An dieser Dose stehen dem Teilnehmer bei einem Kabelverteilnetz im Frequenzbereich von 47 MHz bis 446 MHz etwa 50 Fernsehkanäle zur Verfügung. Die Netzebene 4 geht vor dem Wohnungsübergabepunkt (WÜP) in die Netzebene 5 über.

Netzebene 5 bildet den teilnehmerbezogenen Bereich vom Wohnungsübergabepunkt über die Anschlussdose bis zum Fernseher. Bestandteil der Netzebene 5 ist das Wohnungsnetz.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzebene - NE
Englisch: network areas
Veröffentlicht: 25.10.2020
Wörter: 222
Tags: Kabelnetze
Links: Anschlussdose (ADO), Frequenzbereich, Glasfaser, Glasfaser-Abschlusspunkt (GF-AP), Glasfaser-Gebäudeverteiler (GF-GV)