Netzbrumm

Die Netzspannung ist eine sinusförmige Wechselspannung von 50 Hz oder 60 Hz. Das ist eine Frequenz, die im unteren Audiofrequenzbereich liegt und einem tiefen Brummton entspricht. Das Netzbrummen ist ein störender Effekt, bei dem die Netzfrequenz Audio- oder Videosignale störend beeinträchtigt.


Es gibt mehrere Gründe wie sich die Netzfrequenz dem Audio- oder Videosignal überlagert. Einer ist darin zu sehen, dass stromführende Leitungen immer von magnetischen Feldern umgeben sind, deren Feldlinien in andere Leitungen induziert werden. Das kann dann der Fall sein, wenn netzspannungsführende Leitungen oder Transformatoren in der Nähe von hochohmigen Audio- oder Videoleitungen liegen. In einem solchen Fall wird die Netzfrequenz in das Audio- oder Videosignal induziert und überlagert diese.

Ein Netzbrumm kann auch durch Siebschaltung von Netzteilen ausgelöst werden. Die Restspannung einer unzureichenden Siebung überlagert die interne Versorgungsspannung und verursacht dadurch den störenden Netzbrumm. Je nach Gleichrichterverfahren kann es sich dabei um die einfache oder doppelte Netzfrequenz handeln.

Netzbrumm auf einem Videotestbild, Foto: igs-hagen.de

Netzbrumm auf einem Videotestbild, Foto: igs-hagen.de

Eine weitere Ursache für Netzbrummen können Potentialunterschiede sein über die Ausgleichsströme fließen. Dies liegt häufig an der Erdung und ist bekannt aus Brummschleife. ettzbrummen macht sich nicht nur in Audio- und Video-Anlagen störend bemerkbar, sondern beeinträchtigt auch die Darstellung auf Fernsehern, Personal Computern, von medizinischen Messungen und die Messtechnik im Allgemeinen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzbrumm
Englisch: supply voltage hum
Veröffentlicht: 04.11.2008
Wörter: 226
Tags: #Niederspannungsnetz
Links: Brummschleife, Erdung, Frequenz, Hertz, Induktion