NOR-Flash

Flash-Speicher gibt es in NOR- und als NAND-Architektur. Der Unterschied besteht darin, dass NAND-Flashs in jeder Speicherzelle zwei Zustände speichern können, wohingegen NOR-Flashs nur einen Zustand speichern können. Dadurch haben NAND-Flashs eine höhere Speicherdichte und eine höhere Zugriffsgeschwindigkeit, sowie einen Platzbedarf der weniger als die halb so groß ist, wie der NOR-Flashs.

Nor-Flashs speichern die Daten sequentiell und eignen sich gut für Speicherkarten, Solid State Drives (SSD) und USB-Sticks sowie für die Speicherung von Bilddateien, Musikdateien und für die Datenspeicherung. Außerdem werden sie für das Booten eingesetzt. NOR-Flashs hingegen haben einen direkten, wahlfreien Zugriff und werden in Code- bzw. Programmspeichern beispielsweise in Settop-Boxen, Mikrocontrollern und Handys eingesetzt. Durch den Random-Zugriff ist die Zugriffsgeschwindigkeit hoch.

Aufbau eines NOR-Flash-Arrays

Aufbau eines NOR-Flash-Arrays

NOR-Flash-Speicher sind Permanentspeicher, die als Read Only Memories (ROM), als PROM oder EPROM eingesetzt werden. Sie arbeiten mit NOR-Gattern und werden über die Bit- und Wortleitungen angesprochen. Das Auslesen der gespeicherten Daten erfolgt wahlfrei, beim Einspeichern muss die Blockkonstellation berücksichtigt werden. Dadurch, dass die NOR-Speicher nur ein Bit speichern können, ist die Speicherdichte geringer als die von NAND-Flashs. Das Löschen erfolgt blockweise. Die Blockgröße liegt in der Regel bei 64 KB.

Informationen zum Artikel
Deutsch: NOR-Flash
Englisch: NOR flash
Veröffentlicht: 01.04.2016
Wörter: 201
Tags: Speichertechnik
Links: Bit (binary digit), Booten, Daten, EPROM (erasable PROM), Handy