NFS (network file system)

Das Network File System (NFS) wurde von Sun Microsystems definiert und entwickelt. Durch Offenlegung der Spezifikationen konnte dieses Dateisystem von vielen Herstellern implementiert werden und entwickelte sich zu einem De-facto-Standard.


Das NFS-Dateisystem wird als Erweiterung des Betriebssystems geliefert und ist neben Unix auch für MS-DOS, Virtual Memory System (VMS), Multiple Virtual Storage (MVS) usw. erhältlich. Als Transportprotokolle werden die TCP/IP-Protokolle eingesetzt. NFS ermöglicht das Zuordnen von Dateisystemen entfernter Rechner auf lokale Dateisysteme (»Mounten«). Dadurch wird der Zugriff auf diese entfernten Dateisysteme in den verschiedenen NFS-Serversystemen ermöglicht. Neben den Dateisystemen können auch Drucker über das Netzwerk anderen Anwendern zugänglich gemacht werden. Ein Netzwerkdrucker kann mittels NFS aus einer Anwendung heraus transparent angesprochen werden, wenn er vom lokalen Gerät "gemountet" wurde.

Da das entfernte Dateisystem wie ein lokales angesprochen werden kann, können auch Programme, die in diesen Dateisystemen gespeichert sind, wie lokale Programme aufgerufen werden. Dabei werden diese Programme von dem entfernten Dateisystem über das Netzwerk geladen und im Arbeitsspeicher des lokalen Rechners gespeichert. Das Network File System wird vorwiegend in heterogenen Netzen eingesetzt.

Das NFS-Protokoll ist in der ersten Version in RFC 1094 aus dem Jahr 1989 beschrieben, die Version 3 in RFC 1813.

Informationen zum Artikel
Deutsch: NFS-System
Englisch: network file system - NFS
Veröffentlicht: 14.10.2013
Wörter: 200
Tags: #Offene Netze #Anwendungsprotokolle
Links: ASP (Arbeitsspeicher), BS (Betriebssystem), Dateisystem, De-facto-Standard, Drucker