NCO (numerically controllable oscillator)

Numerically Controlled Oscillators (NCO) oder Digitally Controlled Oscillators (DCO) sind digitale Generatoren, die aus einer hochgenauen Zeitreferenz synchronisierte, sinusförmige Signale ableiten. Gegenüber anderen Oszillatoren haben sie eine hohe Genauigkeit, Stabilität und Zuverlässigkeit.


NCO-Oszillatoren bestehen aus einem Phasen-Akkumulator, der bei jedem Zeitreferenz-Sample zu seinem Ausgangswert einen frequenzgesteuerten Wert hinzuaddiert. Der digitale Ausgangswert des Phasen-Akkumulators wird einem Phasen-Amplituden-Konverter (PAC) zugeführt, mit dem die Phase in einer Amplitude konvertiert wird. Der konvertierte Ausgangswert wird als Index für eine Wertetabelle (LUT) benutzt und erzeugt bei jedem Abtastpunkt eine korrespondierende Amplitude. Zu Erzeugung einer höheren Genauigkeit und einem geringerem Phasenrauschen, wird in einigen Schaltungen der Ausgangswert mit den Werten der Wertetabelle interpoliert. Andere Numerically Controlled Oscillators arbeiten bei der Phasen-Amplituden-Umsetzung mit mathematischen Algorithmen.

Die Frequenzgenauigkeit ist in Relation zur Taktfrequenz lediglich durch die arithmetische Präzision der Phasenberechnung begrenzt. NCO-Oszillatoren sind phasen- und frequenzagil und können zur Erzeugung von phasen- und frequenzmodulierten Signalen einfach modifiziert werden.

Eingesetzt werden Numerically Controlled Oscillators in Kommunikationssystemen, Synthesizern, hochgenauen Funktionsgeneratoren, HF-Generatoren, Radarsystemen, Software Defined Radios (SDR), in Treibern für optische oder akustische Übertragungsmedien und in Modulatoren und Demodulatoren.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: numerically controllable oscillator - NCO
Veröffentlicht: 12.08.2011
Wörter: 188
Tags: #Analogschaltungen
Links: Algorithmus, Amplitude, Demodulator, Digital, Funktionsgenerator