Mobiltelefonie

Das mobile Telefonieren hat den Begriff Mobiltelefonie geprägt. Die Mobiltelefonie erfüllt den mobilen Kommunikationsbedarf von Privat- und Geschäftskunden in idealer Weise. Dazu gehört, dass der Mobilfunkteilnehmer von jedem Ort aus telefonieren kann. Sowohl im Bundesgebiet, aber auch im europäischen und im internationalen Ausland. Darüber hinaus bietet die Mobiltelefonie Kommunikationsmöglichkeiten mit Teilnehmern in anderen Netzen und in Festnetzen.


Bedingt durch die rasante Entwicklung der Mobiltelefonie in den letzten zwei Dekaden, erscheint eine Betrachtung in Bezug auf die Entwicklung der Mobilfunknetze, Mobilfunkdienste, Datendienste und nicht zuletzt der mobilen Endgeräte sinnvoll.

Die Entwicklung der Mobilfunknetze

Autotelefon für das C-Netz, Foto: 
   oebl.de

Autotelefon für das C-Netz, Foto: oebl.de

Die Entwicklung der Mobilfunknetze zeigt den Wandel von den analog arbeitenden Netzen hin zu den digitalen Mobilfunknetzen. Dieser Wandel fand bereits in den 90er Jahren statt und zeigt sich auch in der Netznomenklatur. Die analogen Mobilfunknetze hatten die Bezeichnungen A-Netz, B-Netz und C-Netz, gefolgt von den digitalen, zellularen Mobilfunknetzen, den D-Netzen und E-Netzen, die den GSM-Standard, und damit Netze der 2. Generation (2G) repräsentieren. Zur Erreichung höherer Datenraten wurde der GSM-Standard um High Speed Circuit Switched Data (HSCSD), General Packet Radio Service (GPRS) und Enhanced Data Service for GSM Evolution (EDGE) erweitert, die die Infrastruktur des GSM-Standards nutzen. Mit UMTS folgte ein Mobilfunknetz mit wesentlich höheren Datenraten, das um High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) und High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) erweitert wurde. Und mit Long Term Evolution (LTE) letztlich ein Mobilfunknetz mit einer Datenrate von bis zu 100 Mbit/s.

Die Verbindung der Mobilfunkzellen und -netze

Um eine unterbrechungsfreie Kommunikation zwischen den Funkzellen eines Providers zu gewährleisten, gibt es mit dem Handover einen Übernahmedienst, der beim Wechsel von einer Funkzelle in eine benachbarte greift. Ein weiterer Dienst, das Roaming, sorgt dafür, dass das Mobiltelefon auch zwischen nationalen und internationalen Providern wechseln kann. Da allerdings in einigen außereuropäischen Ländern andere Mobilfunkstandards und auch andere Mobilfunkfrequenzen belegt sind, kann man dies mit dem Einsatz von Dual-Mode-Handys oder Dualband-Handys lösen.

Die Entwicklung der Mobilfunkdienste

Die ersten Mobiltelefone, die in den analogen Mobilfunknetzen eingesetzt wurden, dienten ausschließlich der Mobiltelefonie. Erst mit der Digitalisierung und dem GSM-Standard wurden Mehrwertdienste und erste Datendienste eingeführt, wobei der Short Message Service (SMS) einer der ersten und erfolgreichsten war. Die Mobiltelefonie unterstützt alle bekannten Mehrwert-, Tele- und Trägerdienste, ebenso wie die verschiedenen Verbindungsarten: Punkt-zu-Punkt- und die Punkt-zu-Mehrpunktverbindung.

HTC HD7: Smartphone mit Windows Phone 7

HTC HD7: Smartphone mit Windows Phone 7

Die Datendienste haben sich mit höher werdenden Datenraten entwickelt. Betrug die Datenrate bei GSM noch 200 kbit/s, so stieg sie mit den weiteren Mobilfunknetzen rasant an, bis auf 100 Mbit/s bei Long Term Evolution. So kann man beispielsweise mit UMTS mobil telefonieren und gleichzeitig Bild- oder Videodateien übertragen.

Der Wandel vom Handy zum Smartphone

Die rasante Entwicklung der Mobilfunknetze und -dienste und deren Übertragungsraten hat die Entwicklung der Mobilfunkgeräte beschleunigt. Sprach man in den Anfangsjahren noch vom Funktelefon, so wandelte sich die Begrifflichkeit über das Mobiltelefon hin zum Handy und Smartphone. Die entsprechenden Mobilgeräte haben sich dadurch von klobigen, unhandlichen mobilen Telefon hin zu einem schlanken Smartphone gewandelt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Mobiltelefonie
Englisch: mobile telephony
Veröffentlicht: 15.11.2013
Wörter: 516
Tags: #Mobilfunknetze
Links: 2. Generation, Analog, A-Netz, B-Netz, C-Netz