Mobile Backhaul

Mobile Backhaul ist ein Netzwerk über das der aggregierte Traffic der verschiedenen Mobilfunknetze übertragen wird. Bedingt durch den rapide steigenden Datenverkehr durch die Übertragung von Videosequenzen und anderen Mobilfunkdiensten, werden an das Mobile Backhaul erhöhte technische und wirtschaftliche Anforderungen gestellt. Im Mobile Backhaul konzentrieren sich die Datenströme von den Funkbasisstationen der GSM-Netze, den Node B von UMTS und der Evolved Node B von Long Term Evolution (LTE).


Die verschiedenen Basisstationen können über Mikrowellentechnik, Glasfaser, FTTCell oder Kupferleitungen mit dem Mobile Backhaul Network verbunden sein. Auf diese Anforderungen und den langfristig steigenden Datenverkehr muss das Mobile Backhaul flexibel mit skalierbaren Lösungen reagieren. Bei der Flexibilisierung geht es um den Trend zu Small Cells, also kleine Funknetzen zur Erhöhung der Mobilfunkkapazitäten und der optimalen funktechnischen Abdeckung. Bei der Skalierung um niedrige Latenzzeiten für die Übertragung der Echtzeit-Mobilfunkservices, um hohe Dienstgüte und um die Synchronisation der Transportströme. Letzteres ist im Standard IEEE 1588 festgelegt.

Mobile Backhauls werden über passive optische Netze (PON) wie Gigabit-PONs oder 10-Gigabit-Ethernet PONs realisiert. Neuere Techniken setzen auf kombinierte Multiplexverfahren wie TWDM-PON.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Mobile Backhaul
Englisch: mobile data backhaul - MBH
Veröffentlicht: 11.08.2015
Wörter: 184
Tags: #UMTS-Netze
Links: 10GEPON (10 gigabit Ethernet PON), Backhaul, Basisstation, Datenstrom, eNodeB