Mikrolinse

Mikrolinsen sind miniaturisierte Linsen, die in optischen Übertragungssystemen, bei der Kopplung von Lichtwellenleitern, in Linsensteckern, EXR-Sensoren von Digitalkameras, Handy-Kameras, Projektoren und in der Messtechnik eingesetzt werden.


Mikrolinsen sind Streuungs- oder Bündelungslinsen, deren Durchmesser zwischen einigen Mikrometern und wenigen Millimetern liegt. Sie werden vorwiegend dort eingesetzt, wo die Miniaturisierung und die Kostenersparnis für die Anpassung entscheidend sind. Funktional werden die Lichtstrahlen in Mikrolinsen den physikalischen Gesetzen entsprechend gebrochen, ebenso wie bei normalen Linsen.

Mikrolinsen 
   auf einem Wafer, Foto: Süss MicroOptics

Mikrolinsen auf einem Wafer, Foto: Süss MicroOptics

Bei Bildsensoren treffen der Lichtstrahlen nicht gleichmäßig auf die Sensoren, wodurch die Randbereiche weniger belichtet werden als die Zentren der Bildsensoren. Dadurch können in diesen Bereichen Verzerrungen und Helligkeitsdifferenzen auftreten. Um dies zu eliminieren werden vor den Bildsensoren Mikrolinsen angebracht, die das Licht optimal bündeln. Sie bestehen aus gereinigtem Siliziumdioxid oder Silizium und werden in Halbleiterprozessen gefertigt. Dabei kann man mit Wafer-basierten Herstellungsverfahren das Linsenprofil exakt vorgeben und eine präzise Positionierung der Mikrolinsen in Arrays vornehmen. Solche Mikrolinsen aus Siliziumdioxid können für alle Wellenlängen zwischen 150 nm und 4 µm eingesetzt werden. Die aus Silizium eignen sich für Infrarotlicht mit Wellenlängen zwischen 1,2 µm und 15 µm.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Mikrolinse
Englisch: micro lens
Veröffentlicht: 19.06.2018
Wörter: 194
Tags: #Digitalkameras
Links: Anpassung, Array, Bildsensor, Digitalkamera, EXR-Sensor