Michael-Hash

Der Michael-Hash (MIC) ist eine zusätzliche Verschlüsselung in WLANs. Er schützt die übertragenen Datenpakete gegen Modifikation. Zu diesem Zweck wird neben der zyklischen Blockprüfung (CRC) noch der Michael-Hash (MIC) an das Datenpaket angehängt.


Bei dem Michael-Hash handelt es sich um einen extra für WLANs entwickelten Hash-Algorithmus, der einen vertretbaren Overhead mit sich bringt. Er wird abgeleitet vom Pairwise Transient Key (PTK) oder vom Group Transient Key (GTK). Der Hashwert, in den der Michael-Schlüssel eingeht, kann ohne Kenntnis des Michael-Schlüssels nicht berechnet werden und Modifikationen an Datenpaketen werden somit erkannt.

Wenn eine WLAN-Karte in einer bestimmten Zeitspanne zwei Michael-Fehler erkennt, dann wird die Kommunikation zwischen dem WLAN-Client und dem Zugangspunkt (AP) für eine Minute unterbrochen. Danach handeln beide Stationen eine neues Temporal Key Integrity Protocol (TKIP) und einen neuen Michael-Hash aus. Eingesetzt wird der Michael-Hash u.a. in der WiFi Protected Architecture (WPA).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Michael-Hash
Englisch: Michael hash
Veröffentlicht: 30.01.2019
Wörter: 152
Tags: #Wireless LAN
Links: AP (access point), Datenpaket, Erbium, GTK (group transient key), Hashwert