Metro-Netz

Mit Metro-Netzen werden Netzwerke bezeichnet, die von eigenständigen Netzbetreibern betrieben werden aber keinen direkten Teilnehmerzugang haben. Es handelt sich um ein zwischen den Anschlussnetzen und den Kernnetzen liegendes Glasfaser-Netzwerk, das wie die klassischen Stadtnetze von kommunalen Einrichtungen, von regionalen Banken oder Versorgungsunternehmen betrieben wird. Metro-Netze stellen Zubringerdienste für die Kernnetze zur Verfügung.


Ein Ansatz für Metro-Netze mit denen Unternehmen ihre standortübergreifenden Netze miteinander verbinden, sind Metro Ethernet Networks (MEN). Für diese Technik hat das Metro Ethernet Forum (MEF) verschiedene Dienste und Tunnelingtechniken definiert. Dazu gehören u.a. Pseudowire sowie die Dienste E-Line, E-Tree und E-LAN, die Triple-Play-Dienste unterstützen.

Metro-Netzen sind von der Struktur her paketvermittelt und arbeiten teilweise mit Multi-Protocol Label Switching (MPLS), das als Carrier-Backbone für den IP-Verkehr mit Service-Klassen und das abgesicherte Tunneling prädestiniert ist. Netzkomponenten von Metro-Netzen sind die Provider Edges (PE), die anwenderseitig mit den Customer Edges (CE) verbunden sind.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Metro-Netz
Englisch: metropolitan network
Veröffentlicht: 09.08.2011
Wörter: 154
Tags: #MAN-Strukturen
Links: Dienst, E-LAN (Ethernet LAN service), E-Line (Ethernet line service), Ethernet, E-Tree (Ethernet tree)