Magnetkopf

Magnetköpfe sind kleine Ringkernmagnete mit denen analoge Signale oder digitale Daten auf ein magnetisierbares Medium geschrieben, gelöscht und von diesem wieder ausgelesen werden können. Magnetköpfe sind die Schreib-/Leseköpfe für Magnetbänder, Magnetstreifen, Disketten oder Festplatten.



In Bandlaufgeräten handelt es sich bei den Schreib-/Leseköpfen um stationäre oder rotierende Magnetköpfe mit Ringkern, die über einen kleinen Luftspalt ein Magnetfeld in das Bandmaterial induzieren. Die Größe des Luftspaltes liegt bei 5 µm bis 10 µm und ist in Verbindung mit der Bandgeschwindigkeit und dem Bandmaterial verantwortlich für die speicherbare Frequenz, und im Falle einer Datenspeicherung für die speicherbare Datenrate.

Magnetkopf, Foto: Bogen Electronic

Magnetkopf, Foto: Bogen Electronic

Um den Verschleiß des Bandmaterials so gering als möglich zu halten, wird das Magnetband in geringem Abstand über ein Luftpolster an dem Magnetkopf vorbeigeführt. Bandlaufwerke besitzen für das Speichern und Lesen sowie für den Löschvorgang separate Magnetköpfe, neben den Schreib-/Leseköpfen den Löschkopf. Mehrspursysteme haben für jede Spur einen eigenen, von den anderen abgeschirmten Magnetkopf.

Aufbau des Magnetkopfes

Aufbau des Magnetkopfes

Im Gegensatz zu Bandmaterialien, die eine hohe Remanenz haben sollten, damit die zurückbleibende Induktion möglichst hoch ist, sollten Magnetköpfe keine oder eine vernachlässigbar geringe Remanenz haben. Daher bestehen Magnetköpfe aus weichmagnetischen Werkstoffen, Ferrite oder Legierungen, die unter den Bezeichnungen Alfenol und Vacudor bekannt sind.


Informationen zum Artikel
Deutsch: Magnetkopf
Englisch: magnetic head
Veröffentlicht: 26.09.2013
Wörter: 229
Tags: #Bandlaufwerke #Audio-Komponenten
Links: Analog, Bandlaufwerk, Daten, Datenrate, Digital