Magnetische Speicher

Magnetische Speicher basieren auf der Magnetisierung von Metallverbindungen, deren Hysterese stabile Zustände gewährleistet. Es gibt zwei Gruppen von magnetischen Speichern: den permanenten, nichtflüchtigen Speicher und den flüchtigen Speicher.


Der Permanentspeicher basiert auf Ferrit und Eisenoxiden, wie sie in Magnetbändern, Magnetbandkassetten, Magnetdisketten, Magnetplatten, Magnetkarten, Magnettrommeln und auch Magnetetiketten eingesetzt werden. Die Datenworte werden durch Induktion aufgebracht und können überschrieben werden. Beim Permanentspeicher bleiben die Daten auch dann erhalten, wenn der Speicher von der Versorgungsspannung getrennt ist.

Die zweite Gruppe, die flüchtigen Speicher, basieren auf Magnetfeldern, die ständig aufrechterhalten werden müssen. Bei Abschalten der Versorgungsspannung verlieren die flüchtigen Speicher den gespeicherten Inhalt. Zu dieser Gruppe gehören die Blasenspeicher.

Aufbau des Magnetkopfes

Aufbau des Magnetkopfes

Dem Prinzip nach werden bei der magnetischen Speicherung die magnetisierbaren Speicherelemente, die Ferrite oder Eisenoxid-Partikel, durch Induktion magnetisch beeinflusst. Diese Induktion kann wie beim Kernspeicher durch Schreib-/Lesedrähte erfolgen, die durch kleinste Ferritperlen geführt werden, oder durch einen Schreib-/Lesekopf wie bei den Disketten, Magnetbändern, Festplatten usw. Das magnetische Material wird bei der Magnetisierung mit definierter Geschwindigkeit an den Schreib-/Leseköpfen vorbei geführt. Dabei werden die Daten beim Schreiben nach bestimmten Aufzeichnungsverfahren in vorgegebenen Spuren aufgezeichnet. Beim Lesen erfolgt die Induktion in umgekehrter Richtung: die magnetisierten Partikel erzeugen in den Leseköpfen eine kleine Induktionsspannung, die im Leseverstärker verstärkt und aufbereitet wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Magnetische Speicher
Englisch: magnetic storage
Veröffentlicht: 05.02.2008
Wörter: 230
Tags: #Bandlaufwerke
Links: Aufzeichnungsverfahren, Blasenspeicher, content, Daten, Diskette