Magnetische Resonanz

Bei der drahtlosen Energieübertragung haben sich zwei Prinzipien herauskristallisiert mit denen die Energie drahtlos übertragen werden kann: die magnetische Resonanz (MR) und die magnetische Induktion (MI). Beide Verfahren arbeiten mit Magnetfeldern um die Energie zwischen dem Energiesender, das ist die Power Transmitting Unit (PTU), und dem Energieempfänger, der Power Receiving Unit (PRU), zu übertragen.


Entscheidend für die Qualität der Energieübertragung sind diverse Faktoren der Resonanzspulen wie die Güte, der Magnetfluss, der Kopplungsfaktor, die Resonanzfrequenz, die Spulenausrichtung, die Spulenform und der Abstand zwischen den beiden Spulen, der Primär- und der Sekundärspule. Diese Faktoren haben unmittelbaren Einfluss auf die Verluste und den Wirkungsgrad der Energieübertragung bei beiden Verfahren.

Das Verfahren der magnetischen Resonanz hat, im Unterschied zum Verfahren mit magnetischer Induktion, mehr Freiheitsgrade in der Positionierung der beiden energieübertragenden Spulen. Damit die Resonanz erhalten bleibt, muss die Regelung sehr präzise arbeiten. Der Wirkungsgrad verringert sich erheblich, wenn der Abstand zwischen den Spulen zunimmt. Außerdem ist eine genaue Impedanzanpassung über die Impedance Matching Networks (IMN) erforderlich. Die erforderlichen Gütefaktoren liegen zwischen 50 und 100. Die Resonanzfrequenzen liegen im Frequenzbereich zwischen 1 MHz und 10 MHz.

Das Verfahren der magnetischen Resonanz für die drahtlose Energieübertragung und die kabellose Ladetechnik wird von der Alliance for Wireless Power (A4WP), von WiTricity und Power by Proxy eingesetzt und weiterentwickelt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Magnetische Resonanz
Englisch: magnetic resonance - MR
Veröffentlicht: 13.11.2018
Wörter: 226
Tags: #Versorgung
Links: A4WP (alliance for wireless power), Frequenzbereich, Gütefaktor, IMN (impedance matching network), Impedanzanpassung