MPEG-1

Der 1992 verabschiedete MPEG-Standard MPEG-1 ist ein integrierter Standard zur Speicherung von Video und Audio auf einer Compact Disc (CD) mit einer Datenrate von 1,5 Mbit/s. MPEG-1 arbeitet mit einer Auflösung von 352 x 288 Bildpunkten und einer Bildwiederholfrequenz von 25 Hz, was dem europäischen CIF-Darstellformat, Common Intermediate Format (CIF), und dem SIF-Darstellformat, Source Input Format (SIF), entspricht.


Die Auflösung ergibt sich aus dem Qualitätsanspruch, der bei MPEG-1 dem VHS-System entsprechen soll. Da Fernsehen mit zwei Halbbildern arbeitet, die zusammen ein Vollbild bilden, geht man bei der vertikalen Auflösung von der eines Halbbildes aus. Beim PAL-Fernsehstandard sind von den 625 Zeilen 575 sichtbar und damit pro Halbbild 288. Bei der Horizontalen ergeben sich 352 Pixel.

Die MPEG-Kompression für Video verwendet eine komplexe Codierung, bei der zeitliche und inhaltliche Bildredundanzen für die Datenkompression ausgenutzt werden. Mit MPEG-1 können Videosignale so komprimiert werden, dass sie bei einer Auflösung von 352 x 288 Bildpunkten und einer Bildwiederholfrequenz von 25 Bildern pro Sekunde, mit Datenraten zwischen 1,2 Mbit/s und 3 Mbit/s übertragen werden. Dies entspricht einer Kompression von etwa 20:1.

MPEG-1 ist im Standard ISO/ IEC 11172 definiert. Neben der Videokompression bietet MPEG-1-Audio zwei Audiokanäle für die je nach MPEG-1-Variante Bitströme von 96 kbit/s, 128 kbit/s und 192 kbit/s zur Verfügung stehen.

Die komprimierten Video- und Audiodatenströme von MPEG-1 werden zur Übertragung gemultiplext und mit Synchronisationssignalen versehen. MPEG-1-Dateien haben die Dateiendung *.mpg.

Informationen zum Artikel
Deutsch: MPEG-1
Englisch: MPEG-1
Veröffentlicht: 16.09.2019
Wörter: 233
Tags: #Video-Dateien #Videokompression
Links: Audio, Auflösung, Bild, Bildwiederholfrequenz, CD (compact disc)