MOST-Übertragungsprotokoll

Der MOST-Bus unterstützt das Infotainment in Kraftfahrzeugen. Damit die unterschiedlichen Ein- und Ausgabegeräte des MOST-Busses miteinander störungsfrei kommunizieren können, wird die Kommunikation über das MOST-Übertragungsprotokoll gesteuert.


Das MOST-Übertragungsprotokoll besteht aus Blöcken, die sich aus Frames zusammensetzen. Alle Frames enthalten Daten für die Paketierung, das Streaming und die Steuerung. Die Streaming-Daten werden vom Timing-Master auf den MOST-Takt synchronisiert und laufen ständig über den MOST-Bus. Die Übertragung von asynchronen Daten, beispielsweise von E-Mails, wird von den Paketierungs-Daten unterstützt. Beide, die synchrone und die asynchrone Übertragung teilen sich die zur Verfügung stehende Bandbreite, die innerhalb eines Frames variabel zugeordnet werden kann.

Die Steuerungsdaten enthalten die Arbitrierung, die Stream-Information wie das Dateiformat, die Quell- und Zieladresse, die Position der Daten im Frame, die Datensicherung, Bestätigung und Reservierung. Sie können über mehrere Frames verteilt sein.

Das MOST-Datenpaket wird mit einer festen Frequenz von 44,1 kHz oder 48 kHz in die Polymerfaser eingespeist. Ein solcher Frame besteht aus vielen einzelnen Streaming-Kanälen, bei MOST25 sind es 60 zu jeweils 8 Bit, über die die kontinuierlichen Bitströme übertragen werden. Daraus ergeben sich bei 44,1 kHz Datenraten von 352,8 kbit/s und bei 48 kHz eine von 384 kbit/s. Der MOST-Bus hat physikalisch eine Ringtopologie, so dass jedes MOST-Frame jedes MOST-Gerät passieren muss. Das Bitstreaming beginnt, sobald sich die Datenquelle und -senke mit denselben Streaming-Channel verbunden haben.

Informationen zum Artikel
Deutsch: MOST-Übertragungsprotokoll
Englisch: MOST transmission protocol
Veröffentlicht: 06.05.2013
Wörter: 230
Tags: #Automotive-Feldbusse
Links: Arbitrierung, Ausgabegerät, Bandbreite, Bit (binary digit), CONF (confirmation)