MMDS (multichannel multipoint distribution system)

Multichannel Multipoint Distribution System (MMDS) ist eine fest installierte drahtlose WLL-Technik für die Anbindung im Anschlussbereich, und zwar für die breitbandige Übertragung von Daten und Sprache. Ursprünglich wurde diese Technik in Nordamerika für TV-Kabel-Dienste wie Pay-TV oder Pay-per-View eingesetzt und erst 1999 für die Zweiweg-Kommunikation zugelassen. MMDS arbeitet in Amerika im 2,5-GHz-Bereich, international sind 3,5 GHz vorgesehen.


Diese drahtlose Technik eignet sich ideal für für den SoHo-Bereich (Small Office, Home Office), besonders dann, wenn der Einsatz von Kabelmodems nicht vorgesehen oder nicht möglich ist. Die drahtlose Anbindung kann Entfernungen von bis zu 50 km überbrücken. Sie wird durch Wettereinflüsse sowie durch Geländebeschaffenheit und Gebäude beeinträchtigt.

Der Frequenzbereich liegt in Amerika zwischen 2,5 GHz und 2,68 GHz und wurde von der Federal Communication Commission (FCC) für Broadcast-Services zugeteilt. Das 180 MHz breite Frequenzband ist in 33 6-MHz-Video-Kanäle unterteilt, von denen 20 für einen Service genutzt werden, der als Instructional Television Fixed Service (ITFS) bezeichnet wird. Die restlichen 13 Kanäle werden für Multichannel Distribution Service (MDS) und für Multichannel Multipoint Distribution Service (MMDS) bereitgestellt. Die ITFS-Kanäle sollen von Regierungsstellen und für Bildungszwecke genutzt werden.

Das MMDS-Konzept sieht vor, dass in allen Kanälen eine Zweiwege-Kommunikation stattfinden kann und dass die einzelnen Kanäle zum Zwecke der Bandbreitenerhöhung und der Anpassung des Bandbreitenbedarfs ( Bandwidth on Demand) dynamisch zusammengefasst und geteilt werden können.

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Deutsch:
Englisch: multichannel multipoint distribution system - MMDS
Veröffentlicht: 18.11.2012
Wörter: 234
Tags: #Funktechniken in Anschlussnetzen
Links: Anpassung, Bezahlfernsehen, BoD (bandwidth on demand), Daten, Dienst