MIPS (microprocessor without interlocked pipeline stages)

Der MIPS-Prozessor hat eine superskalare Prozessor-Architektur und arbeitet Befehle innerhalb eines Taktimpulses möglichst ohne Pausen im Befehlszyklus ab. Der in den 80er Jahren entwickelte MIPS-Prozessor wird in embedded Systemen sowie in Klein- und Kommunikationsgeräten und auch in Workstations eingesetzt. MIPS-Prozessoren haben einen mehrstufigen Befehlszyklus und können mehrere Befehle gleichzeitig abarbeiten.


Die Entwicklung der MIPS-Prozessoren beginnt 19985 mit dem R2000, gefolgt von dem R3000, der mit einem L1-Cache für Daten und Befehle ausgestattet war und Symmetric Multiprocessing (SMP) unterstützte. Der im Jahr 1991 folgende R4000 war eine 64-Bit-CPU, er hatte eine Fließkommaeinheit (FPU) und einen Cache von 8 KB.

Die weiteren Entwicklungen mit dem R4400 und dem R5000 sind leistungsstärker als der Vorgänger und unterstützen Grafiken. Mit dem R8000 wird eine Art Doppelkernprozessor entwickelt, der superskalar ist und aus zwei R4000 besteht. Bei den folgenden MIPS-CPUs, dem R10000, R12000, R14000 und R16000 werden die Rechenwerke, Fließkommaeinheiten und Caches ausgebaut und die Taktrate auf über 1 GHz erhöht.

So kann beispielsweise der R10000 gleichzeitig vier Instruktionen vom Befehlsregister laden, Vorhersagen für Programmverzweigungen werden durch einen Zähler unterstütz und protokolliert. Der R10000 arbeitet mit fünf Funktionseinheiten, die aus einem Adressaddierer, zwei Rechenwerken, einer Fließkommaeinheit und einem Fließkomma-Addierer bestehen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: MIPS-Prozessor
Englisch: microprocessor without interlocked pipeline stages - MIPS
Veröffentlicht: 23.03.2006
Wörter: 206
Tags: #Sonstige CPUs
Links: Befehl, Befehlsregister, Cache, Daten, Doppelkernprozessor