MIMD (multiple instruction multiple data)

Die MIMD-Rechnerarchitektur, Multiple Instruction Multiple Data (MIMD), ist die leistungsfähigste, der vier Single- und Multiple-Instruction-Rechnerarchitekturen SISD, SIMD, MISD und MIMD. Die MIMD-Architektur basiert auf vielen Prozessoren, die parallel arbeiten und von getrennten Befehlen gesteuert werden. Jeder einzelne dieser Prozessoren kann mit den Daten von mehreren Datensätzen verschiedene Befehle ausführen.


Die einzelnen Teilrechner können in ihrer Rechnerarchitektur optimiert und als Single Instruction Single Data (SISD), Single Instruction Multiple Data (SIMD) oder als MIMD-Architektur ausgeführt sein. Bei der MIMD-Architektur erhält jeder Prozessor eigene Befehle und hat für die Speicherung einen eigenen Speicher.

Klassifizierung der Rechnerarchitekturen nach Flynn

Klassifizierung der Rechnerarchitekturen nach Flynn

An Prozessoren werden in dieser Rechnerarchitektur Vektorprozessoren oder auch Prozessoren in RISC-Architektur eingesetzt. Diese parallele Rechnerarchitektur ist sehr leistungsfähig und wird in wissenschaftlichen Rechnern eingesetzt. Bedingt durch die hohe Flexibilität ist die Programmierung entsprechend komplex.

Was die Speicherkonzepte betrifft, so unterscheidet man in Abhängigkeit von den Speicherzugriffsmodellen zwischen dem Uniform Memory Access (UMA) mit gemeinsamen Adressraum und einer Zugriffszeit, die unabhängig von der Adresse ist, dem Non-Uniform Memory Access (NUMA), bei dem die Zugriffszeit abhängig von der Speicheradresse ist, und dem No Remote Memory Access (NORMA), das mit einem programmtechnisch verteilten Speicher arbeitet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: MIMD-Rechnerarchitektur
Englisch: multiple instruction multiple data - MIMD
Veröffentlicht: 13.04.2018
Wörter: 200
Tags: #Hardware-Architekturen
Links: Adresse, Adressraum, Anweisung, Befehl, Daten