LwL-Innenkabel

LwL-Innenkabel eignen sich wegen ihrer Eigenschaften nur für die Innenverlegung. Diese Kabel können gleichermaßen in der Gebäudeverkabelung eingesetzt werden als auch in der Etagenverkabelung. Wichtig für Innenkabel ist das Brandverhalten, die Brandfortleitung und Halogenfreiheit.


LwL-Innenkabel sind als Quasi-Vollader mit Aramidgarn und einer Vliesumwicklung als Trennmittel zwischen Aramidgarn und Mantel aufgebaut. Der Mantel ist aus flammwidrigem, halogenfreiem Werkstoff, Flame Retardant Non Corrosive (FRNC), wie Polyurethan (PUR).

Das LwL-Innenkabel zeichnet sich durch eine Flexibilität aus, die Zugfestigkeit ist standardmäßig mit 400 N vorgesehen, durch die Verwendung der Quasi-Vollader wird die Querdruck- und Hammerschlagfestigkeit herkömmlicher Kabel mit Volladeraufbau weit übertroffen. Der Einsatz von Polyurethan als Kabelmantel-Werkstoff führt zu einer sehr guten Abriebfestigkeit. Hinzu kommt die bekannte Resistenz gegenüber verschiedenen Chemikalien. Da Polyurethan gegenüber Polyvinylchlorid (PVC) ein viel besseres Tieftemperaturverhalten aufweist, bleibt auch das Kabel bei -20 Grad C flexibel und die Dämpfung stabil.

Innenkabel können von DIN/VDE nach 0888 zertifiziert werden. Nach DIN/VDE ist für dieses Kabel ein grauer PVC-Mantel vorgeschrieben. Der Außendurchmesser ist mit 3,5 mm festgelegt.

Bei LwL-Innenkabeln der OM-Klassen ist der Kabelmantel farblich gekennzeichnet. Kabel der OM-Klasse 1 und 2 haben einen orangefarbenen, Monomodefasern der OS-Klasse einen gelben Kabelmantel.

Informationen zum Artikel
Deutsch: LwL-Innenkabel
Englisch: indoor fibers
Veröffentlicht: 29.07.2018
Wörter: 200
Tags: #Lichtwellenleiteraufbau
Links: Aramidgarn, Brandverhalten, Dämpfung, DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.), Etagenverkabelung