Logikanalysator

Mit der Logikzustandsanalyse wird den messtechnischen Erfordernissen der Datentechnik Rechnung getragen. Für diese Messtechnik wurde der Logikanalysator entwickelt. Ein Messgerät mit Display auf dem die Signale nicht im Zeitbezug wie beim Oszilloskop dargestellt werden, sondern als Datenfluss. Der Y-Wert enthält keine Information über die Signalform, sondern lediglich über den logischen Zustand und kann die Werte "HI" und " LO" annehmen.


Bei der Logikanalyse kann das Vertikalsignal somit nur die zwei logischen Zustände darstellen und zwar im Zeitbezug, in numerischer Form als "0" oder "1", als Mnemonics oder im Mapping. Ein weiterer Unterschied gegenüber der oszilloskopischen Darstellung liegt in der Kanaligkeit, da Logikschaltungen erst durch die Zuordnung vieler logischer Signale aussagefähig sind. Es werden also 8, 16 oder 32 Kanäle gleichzeitig erfasst und dargestellt.

Numerische Darstellung eines Logikanalysators

Numerische Darstellung eines Logikanalysators

Dem Prinzip nach sind Logikanalysatoren digitale Zustandsspeicher, deren Eingangssignale auf die logischen Zustände hin überprüft und kontinuierlich gespeichert werden. Die Eingangssignale werden zu diesem Zweck in Komparatoren mit einstellbaren Schwellwerten verglichen; die Ausgangssignale der Komparatoren werden mit dem Taktsignal in Schieberegister geschoben.

Da die Logikzustände kontinuierlich gespeichert werden, kann man diese über Digitalfilter mit einstellbaren Wortkombinationen darstellen. Diese Funktion entspricht der des Triggers in Oszilloskopen mit dem Unterschied, dass der Trigger in Logikanalysatoren den Einlesevorgang in das Schieberegister stoppt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Logikanalysator
Englisch: logic analyzer
Veröffentlicht: 03.07.2005
Wörter: 214
Tags: #Messgeräte und Testgeräte
Links: Bildschirm, Digital, Digitalfilter, Information, Kanal