Lötstoppmaske

Bei der Leiterplattenherstellung werden die Leiterbahnen mit einem Lötstopplack gegen Ätzmittel und Korrosion geschützt. Der Lötstopplack verhindert auch, dass sich zwischen dicht nebeneinander liegenden Leiterbahnen oder Lötpunkten ( Pads) unerwünschte Lötbrücken bilden. Aus diesen Gründen wird vor dem Reflow oder dem Wellenlöten eine Abdeckmaske aus Lötstopplack aufgebracht. Solche Abdeckmasken werden auch als Resist, Fotoresist, Ätzresist, Metallresist, Trockenfilmresist oder Galvanoresist bezeichnet.


Fotoresist ist ein auflaminierter, gegossener oder gedruckter lichtempfindlicher Lack, der mit Laserbelichtung, Laser Direct Imaging (LDI), belichtet wird. Die belichteten/unbelichteten Bereiche können anschließend als Positiv-Resiste oder Negativ-Resiste mit einem Entwickler entfernt werden. Ätzresiste sind Filmresiste, die die Kupferkaschierung vor der Ätzflüssigkeit schützen. Dabei kann es sich um eine Zinnschicht handeln.

Leiterplatte mit Lötstoppmaske, Foto: retromaster

Leiterplatte mit Lötstoppmaske, Foto: retromaster

Lötstoppmasken werden mit fotolithografischem Verfahren oder im Siebdruck auf die Leiterplatten aufgebracht. Im Resist sind die Lötpunkte für die Bauelemente ausgespart. Die Lötstoppmasken bilden in der automatischen Leiterplattenherstellung eine weitere Lage bei der Berechnung der verschiedenen Leiterplattenebenen und werden von den CAD-Systemen im Gerber-Format ausgegeben. Neben den aufgedruckten Lötstoppmasken gibt es auch abziehbare Lötstoppmasken, die dem Schutz von Goldkontakten dienen und nach dem Lötvorgang abgezogen werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Lötstoppmaske
Englisch: solder stop mask
Veröffentlicht: 06.04.2014
Wörter: 206
Tags: #Leiterplatte
Links: CAD (computer aided design), Gerber-Format, Laser (light amplification by stimulated emission), Leiterbahn, Lp (Leiterplatte)