Letterbox

Bestimmte Fernsehformate wie das 16:9-Format oder Filmformate wie das Kinobreitbildformat oder Cinemascope mit 21:9 können auf Standard-Bildschirmen mit einem Bildseitenverhältnis von 4:3 nur mit Einschränkungen dargestellt werden.

Werden diese Formate an die Breite des 4:3-Bildschirms angepasst, entstehen oben und unten breite schwarze Balken und die eigentliche Darstellung erscheint als schmaler Streifen, so als ob man durch einen Briefkastenschlitz schauen würde. Daher auch die Bezeichnung Letterbox.

Die Größe der oberen und unteren Schwarzbalken errechnet sich aus der dargestellten Zeilenzahl. Bei einem 4:3-Format mit 625 Zeilen, sind 576 Zeilen sichtbar. Bei einem 16:9-Videosignal werden nur 432 Zeilen auf dem 4:3-Bildschirm dargestellt und bei Filmen im Format 21:9 sogar nur mit 326 Zeilen.

Letterbox-Darstellung und Darstellung mit vertikaler Kompensation

Letterbox-Darstellung und Darstellung mit vertikaler Kompensation

Damit die Darstellung an das Bildseitenverhältnis angepasst wird, komprimiert man beim Letterbox-Verfahren das Breitbild im Format von 16:9 oder Kinofilme in den Kinoformaten von 1,67:1 und 2,35:1 - das entspricht einem Bildseitenverhältnis von 21:9 - damit sie auf dem 4:3-Vollformat wiedergegeben werden können. Das Bild wird bei dieser Darstellung vertikal auseinandergezogen, die darstellbare Zeilenzahl reduziert sich und die Bildschärfe wird schlechter.

Letterbox wird u.a. in DVD-Laufwerken zur Formatanpassung der verschiedenen Film- und Fernsehformate eingesetzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Letterbox
Englisch: letterbox
Veröffentlicht: 09.04.2014
Wörter: 189
Tags: Videotechnik
Links: 576 Zeilen, Bild, Bildseitenverhältnis, Breitbild, DVD-Laufwerk