Leiterwiderstand

Der Leiterwiderstand ist der ohmsche Widerstand eines Leiters und unmittelbar abhängig von dem Leitermaterial, dem Leiterquerschnitt und der Leitungslänge. Der Widerstand steigt bei längeren Leitern und fällt bei größeren Leiterquerschnitten. Der Leiterwiderstand (R) wird in Ohm bzw. Milli-Ohm angegeben.


Der Leiterwiderstand eines Leiters wird maßgeblich durch das Leitermaterial bestimmt, wobei Kupfer und Silber die niedrigsten spezifischen Widerstände aufweisen. Der Widerstand eines Leiters errechnet sich aus der Leiterlänge in Meter, dem spezifischen Widerstand (Rho) und dem Leitungsquerschnitt. Die Leiterlänge geht proportional ein, der Leiterquerschnitt umgekehrt proportional.

Berechnung des Leiterwiderstandes

Berechnung des Leiterwiderstandes

Für Kupferleitungen in der Fernsprechtechnik und der Verkabelung gibt es international gültige Standard-Werte für die Kupferqualität und den Leiterquerschnitt, der sich aus den Standarddurchmessern von 0,5 mm und 0,6 mm errechnet. Bei den am häufigsten eingesetzten Leiterdurchmessern von 0,5 mm und 0,6 mm betragen die Leiterwiderstände etwa 23 Ohm und 16 Ohm.

Der Leiterwiderstand ist ein wichtiger Parameter für die Dämpfung der Leitung, weil er maßgeblich die Reichweite der Übertragung bestimmt. Anstelle des Leiterwiderstandes wird in Spezifikationen häufig der Schleifenwiderstand angegeben. Dabei handelt es sich um eine Leiterschleife bestehend aus Hin- und Rückleiter von einem Kilometer.

Um Leistungsverluste bei der Energieübertragung so gering als möglich zu halten, kommen Hochtemperatur-Supraleiter und Leiter mit geringsten Leiterwiderständen und äußerst geringer Impedanz, Very Low Impedance (VLI), zum Einsatz.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Leiterwiderstand
Englisch: conductor resistance
Veröffentlicht: 08.01.2017
Wörter: 228
Tags: #Kabelparameter
Links: Cu (copper), Dämpfung, Halten, HTSL (Hochtemperatur-Supraleiter), Impedanz