Label-Switching

Das Label-Switching ist eine optimale Kombination der besten Eigenschaften eines Layer-2-Switching und eines Layer-3-Routing. Das Konzept des Label-Switching basiert auf der Markierung von IP-Datagrammen mit Labels und der Weiterleitung der Datagramme zu einem modifizierten Switch oder Router, die wiederum das Label dazu benutzen um die Datagramme durch das Netzwerk zu leiten.


Beim Label-Switching erfolgt die Schaltung anhand des Labels, also der Paketkennzeichnung. Anhand dieser Kennzeichnung entscheidet der Label-Switch über die Route des Pakets und dessen Priorisierung. Vor Verlassen des Switches wird der Zahlenwert des Labels auf den Wert gesetzt, den der nächste Switch zur korrekten Entscheidung für die Weiterleitung erwartet. Das Label-Switching ist also durch einen vorangestellten Prozess gekennzeichnet, der die Folge der Werte bestimmt, die ein Label beim Durchlaufen der Switches hat, und festlegt, welchen Weg das Paket nimmt.

Label-Switching wird u.a. in den Label Switch Routern (LSR) in Multi-Protocol Label Switching (MPLS) zur Bestimmung des Label Switched Paths (LSP) eingesetzt. Mit dieser Technik können Datenströme verschiedener virtueller privater Netze (VPN) getrennt über das gleiche Kernnetz übertragen werden.

Der Vorteil des Label-Switching liegt in der höheren Effizienz bei der Weiterleitung von IP-Paketen im Gegensatz zu Hop-by-Hop-Verfahren, bei denen die Weiterleitung für jedes einzelne Paket durch Analyse des Headers im Router getroffen wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Label-Switching
Englisch: label switching
Veröffentlicht: 13.10.2013
Wörter: 215
Tags: #Internetworking-Strukturen #Internet-Komponenten
Links: Datagramm, Datenstrom, HDR (header), Kernnetz, Label