LXI-Klasse

Ethernet arbeitet bekanntlich nach einem stochastischen Zugangsverfahren und ist daher nur bedingt für zeitkritische Anwendungen einsetzbar. Aus diesem Grund hat man bei der LAN Extensions for Instrumentation (LXI) mit der Test- und Messgeräte an Ethernet gekoppelt werden können, verschiedene LXI-Klassen definiert, die einen deterministischen Zugang für zeitkritische Anwendungen unterstützen. Es gibt die drei LXI-Klassen "A", "B", "C" und C+, die sich in der Triggerung und im Timing-Verhalten unterscheiden.


LXI-Klasse A ist die höchste LXI-Klasse, die mit einem proprietären Trigger-Bus arbeitet, der über eine eigene Kabelverbindung übertragen wird. Dadurch ist die maximale Entfernung auf 10 m begrenzt. Der Trigger-Bus ist eine Kabelverbindung zwischen den veerschiedenen LXI-Geräten; wobei bis zu acht Geräte an den Trigger-Bus angeschlossen werden können. Der Trigger-Bus kann in Sterntopologie oder als Daisy-Chaining geschaltet werden.

Die LXI-Klassen für die verschiedenen Funktionalitäten

Die LXI-Klassen für die verschiedenen Funktionalitäten

Geräte der LXI-Klasse B haben das Standard-LAN-Interface und unterstützen das Precision Time Protocol (PTP) nach IEEE 1588. Die zeitliche Präzision liegt bei ca. 40 ns. Basis im 1588-Protokoll ist die Zeitsynchronisation der beteiligten Geräte, das Laufzeitunterschiede kompensiert. Geräte der LXI-Klasse C haben ein LAN-Interface und ein Browser-Interface, unterstützen aber keinen Trigger-Bus. Dies trifft in der Regel auf vorhandene Messgeräte zu, die nicht nachgerüstet werden sollen. Der Zeitbezug wird durch einen Zeitstempel geschaffen. Die Geräte der LXI-Klasse C+ haben ein Standard-LAN- und ein Web-Browser-Interface sowie einen Wired Trigger Bus (WTB), der die mögliche Entfernung auf einige Meter begrenzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: LXI-Klasse
Englisch: LXI class
Veröffentlicht: 15.07.2010
Wörter: 250
Tags: #Messen und Testen
Links: Bus, Daisy-Chaining, Ethernet, IEEE 1588, LXI (LAN extensions for instrumentation)