LFE (low frequency effect)

In den Surround-Systemen Dolby-Digital, Digital Theatre Sound (DTS), Sony Dynamic Digital Sound (SDDS) und MPEG-Surround werden Tieftöne über einen speziellen, in der Bandbreite stark reduzierten Tieffrequenzkanal an den Tieftöner oder Subwoofer der Lautsprecheranlage übertragen. Bei Dolby-Digital steht das Akronym LFE für Low Frequency Effect, bei Digital Theatre Sound (DTS) für Low Frequency Enhancement.


Die Bandbreite des LFE-Kanals ist auf die Bässe begrenzt und damit auf Frequenzen zwischen 20 Hz und etwa 100 Hz. Der LFE-Kanal ist getrennt von den anderen Lautsprecherkanälen und kann mit dem Bass Peak Management in seiner Amplitude geregelt werden. Dadurch wird eine Übersteuerung des Subwoofers vermieden und mögliche Tiefton-Effekte werden verstärkt oder gedämpft.

Da der Tieftonkanal nur eine begrenzte Bandbreite hat, wird er in der Nomenklatur der Surround-Systeme nicht als vollwertiger Audiokanal gezählt, sondern der Kanalangabe hinter dem Punkt aufgeführt. Wie das Beispiel 5.1 zeigt, hat dieses System 5 Vollkanäle und einen LFE-Kanal.

Informationen zum Artikel
Deutsch: LFE-Kanal
Englisch: low frequency effect - LFE
Veröffentlicht: 14.01.2015
Wörter: 157
Tags: #Akustik-Grundlagen
Links: Akronym, Amplitude, Bandbreite, Dolby-Digital, DTS (digital theatre sound)