LEMP (lightning electromagnetic pulse)

Elektromagnetische Impulse, Lightning Electromagnetic Pulses (LEMP), werden durch Blitzeinschlag ausgelöst und erzeugen auf den Versorgungsleitungen Überspannungen, die zur Beschädigung des Equipments führen können. Schäden durch einen LEMP-Puls können bis zu einer Entfernung von 1 km vom Blitzeinschlagort entstehen. Dieser relativ große Gefährdungsbereich hängt mit der zunehmenden Empfindlichkeit von informationstechnischen Geräten und Systemen zusammen und der großen Netzausdehnung.


Bei Gewitterüberspannungen unterscheidet man zwischen Direkt-, Nah- und Ferneinschlag. Bei einem Direkteinschlag trifft der Blitz das zu schützende Gebäude. Bei einem Naheinschlag trifft er in das Versorgungsnetz einer ausgedehnten Anlage oder in eine Kabelanlage; und bei einem Ferneinschlag trifft er die Mittelspannungsfreileitung einer Fernleitung, er entlädt sich zwischen Wolken oder schlägt in der näheren Umgebung ein. Zum Schutz von Gebäuden, Anlagen, Geräten, dem Kommunikationsnetz und dem Versorgungsnetz müssen Einrichtungen für den Blitzschutz und das Ableiten der Überspannung getroffen werden.

Das LEMP-Schutzsystem wird nach DIN auch als LPMS (LEMP Protection Measures System) bezeichnet, das ein vollständig in sich abgestimmtes Blitzschutzsystem sein muss, da einzelne Maßnahmen keinen wirksamen Blitzschutz bieten.

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Deutsch:
Englisch: lightning electromagnetic pulse - LEMP
Veröffentlicht: 13.05.2011
Wörter: 184
Tags: #Elektromagnetische Verträglichkeit
Links: Blitzentladung, Blitzschutz, BSA (Blitzschutzanlage), DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.), Empfindlichkeit