LDPC (low density parity check)

Low Density Parity Check (LDPC) sind lineare Blockcodes für die Fehlerkorrektur. Als linear werden solche Blockcodes bezeichnet, bei denen die Summe zweier Codewörter ein anderes Codewort ergibt.

Blockcodes wurden bereits in den 60er Jahren in Zusammenhang mit den iterativen, auf Wahrscheinlichkeiten basierenden Algorithmen entwickelt und werden jetzt wieder für die Fehlerkorrektur in Übertragungskanälen von Handys und bei Digitalfernsehen (DVB) eingesetzt. Die LDPC-Codes werden durch Matrizen für die Paritätsprüfung beschrieben.

LDPC-Codes erreichen und übertreffen teilweise die Leistungsfähigkeit von Turbo-Codes, dies im Besonderen bei langen Blocklängen. So werden für Blocklängen von über 10.000 Zeichen Störabstände erreicht, die im Bereich von 0,1 dB der nach dem Shannon-Theorem bestimmten Datenübertragungsrate liegen.

Eingesetzt wird LDPC u.a. in der satellitengestützen und der terrestrischen Übertragung von Digital-TV, DVB-S2 und DVB-T2. Er kann auch optional in WLANs nach 802.11 eingesetzt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: LDPC-Code
Englisch: low density parity check - LDPC
Veröffentlicht: 02.05.2014
Wörter: 147
Tags: #Grundlagen der Datenkommunikation
Links: Algorithmus, Aufzeichnungsdichte, Blocklänge, Codewort, dB (decibel)