LCP (liquid crystal polymer)

Flüssigkristalline Polymere (LCP) sind Materialien, die beim Schmelzen und im Festzustand eine Struktur höherer Ordnung haben. Sie zeichnen sich durch enorm hohe Temperatur- und Zugfestigkeit aus und können anstelle von keramischen Materialien, Metallen oder anderen Plastiken eingesetzt werden. Sie sind widerstandsfähig gegen Säuren und Laugen, gegen HF- und Mikrowellenstrahlung und extreme Temperaturen bis zu 300°C und außerdem flammwidrig.

Beim Schmelzpunkt lassen sich die Flüssigkristallpolymere in vorgefertigte Formen zu dünn- und dickwandigen Teilen pressen. Das LCP-Material eignet sich ideal für Spritzguss-Schaltungsträger, wie sie bei der Herstellung von Molded Interconnect Devices (MID) eingesetzt werden. Es wird in der Elektronik und der Kommunikationstechnik für Beschichtungen und für die Herstellung räumlich elektronischer Baugruppen benutzt, für elektrische Motorenteile sowie für elektronische und elektrische Bauelemente und MID-Bauteile.

SIM-Karten-Leser aus Flüssigkristallpolymeren, Foto: PKT

SIM-Karten-Leser aus Flüssigkristallpolymeren, Foto: PKT

Informationen zum Artikel
Deutsch: Flüssigkristallpolymer
Englisch: liquid crystal polymer - LCP
Veröffentlicht: 19.10.2011
Wörter: 142
Tags: #Displays
Links: Beschichtung, Elektronik, FR (flame retardant), MID (molded interconnect device), Ordnung