LAP B (link access procedure balanced)

Das LAP-B-Protokoll, Link Access Procedure Balanced, dient der bitsynchronen Datenübertragung in der Sicherungsschicht. LAP-B ist ein Sicherungsprotokoll und stellt eine HDLC-Variante dar, die innerhalb der zweiten Schicht in X.25-Netzen eingesetzt wurde.


Das »B« steht für balanced und besagt, dass die kommunizierenden Stationen gleichberechtigt sind, d.h. gleiche Rechte und Pflichten haben. Die gleichberechtigte Zugangsprozedur verwendet die Betriebsarten gleichberechtigter Spontanbetrieb (ARM) und gleichberechtigter Wartebetrieb (ADM). Die Kombination aus beiden Betriebsarten wird im ISO-Standard 7809 als Balanced Asynchronous Class (BAC) bezeichnet.

Die BAC-Klasse zeichnet sich gegenüber den Klassen Unbalanced Asynchronous Class (UAC) und Unbalanced Normal Class (UNC) dadurch aus, dass beide Kommunikationspartner Hybridstationen sind und beide Stationen von sich aus den Übergang vom Betriebs- in den Hilfsbetriebszustand und umgekehrt initialisieren können. Dies ist möglich, da jede Station sowohl Leit- als auch Folgestation sein kann und das Recht besitzt, den Übermittlungsabschnitt auf- und abzubauen.

Aufbau des LAP-B-Frames

Aufbau des LAP-B-Frames

Bei der Übertragung organisiert die jeweilige Leitstation, die Übertragung und fordert von der Empfangsstation, der Folgestation, die Entgegennahme und Bestätigung der Daten an. Bei entgegengesetzter Übertragung kehren sich die Aufgabenbereiche der Stationen um.

Das LAP-B-Protokoll unterscheidet zwischen drei verschiedenen Frame-Typen, die nummeriert oder unnummeriert sein können und durch Flags begrenzt sind: Befehle, Antworten und eine Kombination aus beiden.

LAP B wurde in Verbindung mit High Level Data Link Control (HDLC) in Datex-P eingesetzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: LAP-B-Protokoll
Englisch: link access procedure balanced - LAP B
Veröffentlicht: 13.01.2017
Wörter: 225
Tags: #Datenpaketnetze
Links: BAC (balanced asynchronous class), Befehl, CONF (confirmation), Daten, DÜ (Datenübertragung)