Kupfer-Indium-Diselenid

Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) ist ein amorphes Halbleitermaterial, das in der Photovoltaik eingesetzt wird. Es wird anstelle von Silizium (Si) für die Herstellung von Dünnschichtsolarzellen verwendet.

CIS-Zellen bestehen aus mehreren Schichten von unterschiedlich dotiertem Kupfer-Indium-Diselenid. Das Verbundmaterial kann auf Glas oder Edelstahlfolie aufgedampft werden. Da CIS-Solarzellen durch das Aufdampfen relativ wenig des Halbleitermaterials benötigen, können sie kostengünstig hergestellt werden. Der Wirkungsgrad von amorphen Halbleitermaterialien wie Kupfer-Indium-Diselenid beträgt etwa 12 % und liegt damit unter dem von monokristallinem oder polykristallinem Silizium. In Forschungseinrichtungen wurden allerdings schon CIS-Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von über 20 % hergestellt.

Kupfer-Indium-Diselenid hat eine Bandlücke von 1,02 eV (Elektronenvolt) zwischen Leitungsband und Valenzband, der durch den Ersatz einzelner Elemente oder durch andere Kombinationen wie Copper Indium Gallium Selenide (CIGS) vergrößert werden kann.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kupfer-Indium-Diselenid
Englisch: copper indium diselenide - CIS
Veröffentlicht: 10.11.2019
Wörter: 127
Tags: #Elektronik-Materialien
Links: Bandlücke, CIGS (copper indium gallium selenide), Dünnschichtsolarmodul, Elektronenvolt, Halbleiter