Kristallmikrofon

Ein Kristallmikrofon ist ein einfaches, piezoelektrisch arbeitendes Mikrofon, das den Piezoeffekt zur Umsetzung des Schalldrucks in eine elektrische Spannung nutzt. Daher auch die Bezeichnung Piezomikrofon.


Beim Kristallmikrofon ist die Sprechmembran fest mit der Piezo-Keramik, meistens Blei-Zirkonat-Titanat (PZT), verbunden. Der Schalldruck wird also unmittelbar über die Membran auf die Piezo-Keramik übertragen und dort in eine elektrische Spannung umgesetzt.

Aufbau eines Kristallmikrofons

Aufbau eines Kristallmikrofons

Kristallmikrofone haben einen sehr robusten Aufbau und wurden vorwiegend Mitte des letzten Jahrhunderts. Sie eignen sich nicht für qualitativ hochwertige Audio-Aufnahmen. Die Kenndaten für die Empfindlichkeit liegt bei etwa 10 mV bezogen auf eine Schallleistung (Pa) von 1 W/qm, was einem dB-Wert von -60 dB entspricht. Im Vergleich dazu liegen Tauchspulenmikrofone bei -75 dB und Bändchenmikrofone bei -80 dB. Der Frequenzbereich von Kristallmikrofonen reicht bei etwa 10 kHz, ihre Impedanz ist hochohmig und liegt zwischen 2 MOhm und 5 MOhm. Nachteilig ist auch der hohe Klirrfaktor, der bei ca. 2 % liegt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kristallmikrofon
Englisch: piezoelectric microphone
Veröffentlicht: 18.12.2016
Wörter: 151
Tags: #Mikrofone
Links: Bändchenmikrofon, dB (decibel), Empfindlichkeit, Frequenzbereich, Hochohmig