Konferenzschaltung

Der Begriff Konferenzschaltung wird sowohl bei digitalen Netzen verwendet, in denen es sich um ein klassisches Dienstmerkmal handelt, als auch bei Port-Verbindungen und der IP-basierten Internettelefonie.


  1. Als Leistungsmerkmal von digitalen Telekommunikationsnetzen bietet ein Conference Call (CONF) die Möglichkeit mehrere Teilnehmer (bis zu 10) in einer Telefonkonferenz miteinander zu verbinden. In eine aktive Konferenz können Teilnehmer zugeschaltet, aber auch wieder herausgenommen werden. Die Konferenzteilnehmer werden über das Zuschalten und Ausblenden einzelner Teilnehmer durch eine Call Progress Message (CPG) informiert. Darüber hinaus können auch einzelne Teilnehmer vorrübergehend isoliert werden, was durch die CPG-Message mit »Isolated« gekennzeichnet wird.

  2. Als Konferenzschaltung bezeichnet man auch eine Verbindungsart, bei der eine Gruppe von drei oder mehreren Ports miteinander verbunden werden. Sie ist so angelegt, dass jeder Port der Gruppe mit allen anderen Ports kommunizieren kann.

  3. Konferenzschaltungen mit Video und Echtzeit-Präsentationen können auch im IP-Multicast als Webkonferenz durchgeführt werden. Technisch erfolgt die Übertragung in Echtzeit ohne Zwischenspeicherung. Die Informationen werden zwischen den Computern der Teilnehmer ausgetauscht.

  4. Bei einer Terminal-Konferenzschaltung können ein oder mehrere zusätzliche Terminals parallel aufgeschaltet werden. Die aufgeschalteten Terminals einer solchen Verbindung können dann nur die vom Rechner ankommenden Daten empfangen. Bei unterschiedlichen Terminalgeschwindigkeiten bestimmt das Terminal mit der niedrigsten Datenrate den Informationsfluss mit Hilfe der Flusskontrolle.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Konferenzschaltung
Englisch: conference call - CONF
Veröffentlicht: 09.12.2018
Wörter: 214
Tags: #Mobilfunkdienste #ISDN-Dienste
Links: Computer, Daten, Datenrate, DM (Dienstmerkmal), Digital