Kernel

Ein Kernel ist der Betriebssystemkern und damit eine der wichtigsten Komponenten eines Betriebssystems. Er bildet den Übergang zwischen den Anwendungsprogrammen und der Hardware. Der Kernel bildet die unterste Schicht des Betriebssystems. Auf ihm sind schichtweise weitere Schichten übereinander angeordnet, wobei jede höhere Schicht die Strukturen und Funktionen der darunterliegenden Schicht benutzt.


Zu den Aufgaben des Kernels gehört die Verwaltung der Kommunikation zwischen den Hardware- und Software-Komponenten. Er hat direkten Zugriff auf die Hardware und bildet den niedrigsten Pegel des Hardware Abstraction Layers (HAL), und teilt den Anwendungsprogrammen die Ressourcen des Prozessors und der Ein-/Ausgabe-Systeme (I/O) zu.

Einbettung des Kernel oberhalb des Hardware Abstraction Layers (HAL)

Einbettung des Kernel oberhalb des Hardware Abstraction Layers (HAL)

Kernels unterscheiden sich bei den verschiedenen Betriebssystemen entsprechend ihren Aufgaben, ihrem Design und ihrer Implementierung. Während monolithische Kernels zur Verbesserung ihrer Leistung den Betriebssystemcode unter dem gleichen Adressraum ausführen, läuft bei Mikrokernels ein großer Teil des Betriebssystems unter dem Benutzer-Adressraum und verbessert dadurch die Wartbarkeit und Modularität des Betriebssystems.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kernel
Englisch: kernel
Veröffentlicht: 24.07.2013
Wörter: 163
Tags: #Betriebssysteme
Links: Adressraum, BS (Betriebssystem), Hardware, Hardware-Abstraktionsschicht, I/O (input/output)