Kameramodul

Ein Kameramodul ist eine kompakte Einheit bestehend aus der Optik mit dem Kameraverschluss, dem Bildsensor, einem CMOS-Sensor oder CCD-Sensor, der Elektronik für die Steuerung und Bildverarbeitung und der digitalen Schnittstelle.


An internen Interfaces stehen die von der MIPI-Allianz spezifizierten seriellen und parallelen MIPI-Schnittstellen, das Camera Serial Interface (CSI) und das Camera Parallel Interface (CPI), Low Voltage Differential Signalling (LVDS) oder Ethernet zur Auswahl. Der Anschluss erfolgt über die USB-Schnittstelle, entweder USB 2.0 oder USB 3.0 als SuperSpeed mit 5 Gbit/s.

Kameramodul, Foto: atlas-mart.net

Kameramodul, Foto: atlas-mart.net

Was die interne Bildaufbereitung betrifft, so unterstützt diese automatische Bandfilter, die automatische Belichtungskontrolle, den automatischen Weißabgleich und die automatische Kalibrierung des Schwarzwerts. Darüber hinaus bieten Kameramodule Rauschunterdrückung, sie steuern die Farbsättigung und Schärfe, haben eine Gammakorrektur und unterstützen die Skalierung. Die Daten eines Kameramoduls können im RAW-Format, in komprimierter Form oder nach verschiedenen Farbmodellen aufbereitet werden. So beispielsweise nach dem RGB-Farbmodell, dem YUV-Farbmodell oder nach YCbCr.

Kameramodule können in Überwachungssystemen in Smart Homes und Smart Cities eingesetzt werden; ebenso in Drohnen und im industriellen Umfeld von Smart Factories.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kameramodul
Englisch: camera module
Veröffentlicht: 02.04.2020
Wörter: 179
Tags: #Digitalkameras
Links: Anschluss, AWB (automatic white balance), Bildsensor, Bildverarbeitung, CCD (charge coupled device)