Kameramodul

Ein Kameramodul ist eine kompakte Einheit bestehend aus der Optik mit dem Kameraverschluss, dem Bildsensor, einem CMOS-Sensor oder CCD-Sensor, der Elektronik für die Steuerung und Bildverarbeitung mit dem internen Interface.


An internen Interfaces stehen die von der MIPI-Allianz spezifizierten seriellen und parallelen Kamera-Schnittstellen, das Camera Serial Interface (CSI) und das Camera Parallel Interface (CPI), Low Voltage Differential Signalling (LVDS) oder Ethernet zur Auswahl. Der Anschluss erfolgt über die USB-Schnittstelle, entweder USB 2.0 oder USB 3.0 als SuperSpeed mit 5 Gbit/s.

Kameramodul, Foto: atlas-mart.net

Kameramodul, Foto: atlas-mart.net

Was die interne Bildaufbereitung betrifft, so unterstützt diese automatische Bandfilter, die automatische Belichtungskontrolle, den automatischen Weißabgleich und die automatische Kalibrierung des Schwarzwerts. Darüber hinaus bieten Kameramodule Rauschunterdrückung, sie steuern die Farbsättigung und Schärfe, haben eine Gammakorrektur und unterstützen die Skalierung.

Die Daten eines Kameramoduls können im RAW-Format, in komprimierter Form oder nach verschiedenen Farbmodellen aufbereitet werden. So beispielsweise nach dem RGB-Farbmodell, dem YUV-Farbmodell oder nach YCbCr.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kameramodul
Englisch: camera module
Veröffentlicht: 22.02.2018
Wörter: 157
Tags: #Digitalkameras
Links: Anschluss, AWB (automatic white balance), Bildsensor, Bildverarbeitung, CCD (charge coupled device)