Isolationswiderstand

Der Isolationswiderstand (IR) ist ein Maß für die Güte des Isoliermaterials zwischen zwei Leitern oder zwischen einem Leiter und der Schirmung. Das Isolationsmaterial bestimmt im Wesentlichen den Isolationswiderstand. Dabei ist nicht so sehr die Isolationsdicke entscheidend, sondern die Materialbeschaffenheit.


Der Isolationswiderstand wird nach IEC 60512-2 gemessen.

  1. Bei Kabeln ist der Isolationswiderstand längenabhängig und wird in Ohm x m bzw. Giga-Ohm x km angegeben. Seine Werte sollten bei 1 Giga-Ohm x km liegen. Bedingt durch die Längenabhängigkeit sinkt der Isolationswiderstand mit größer werdenden Strecken.

  2. Bei Kondensatoren entspricht der Isolationswiderstand dem Gleichstromwiderstand, den man zwischen den beiden Anschlussklemmen misst. Bei Folienkondensatoren und Keramikkondensatoren wird dieser Widerstand in Mega-Ohm-Mikrofarad ausgedrückt. Mit steigender Kapazität sinkt der Isolationswiderstand. Der Leckstrom kann durch das Verhältnis der angelegten Spannung zu dem Isolationswiderstand ermittelt werden.

  3. Bei Leiterplatten wird in der Regel mit dem Oberflächenwiderstand, dem Surface Insulation Resistance (SIR), gearbeitet. Dieser Widerstand für isolierende Oberflächen ist von der Beschaffenheit des Isolationsmaterials abhängig, aber auch von der Verschmutzung, Korrosion, Atmosphäre und der Feuchtigkeitsaufnahme des Isoliermaterials. VDE hat Isolierwiderstände ind VDE 0110 spezifiziert.

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Deutsch: Isolationswiderstand
Englisch: insulation resistance - IR
Veröffentlicht: 26.02.2014
Wörter: 187
Tags: #Elektronik-Kenndaten #Kabelparameter
Links: Folienkondensator, Gütefaktor, IEC (international electrotechnical commission), Isolierung, Kabel