Inverser Multiplexer

Ein inverser Multiplexer splittet einen Hochgeschwindigkeitskanal in mehrere unabhängige Kanäle mit niedrigeren Übertragungsgeschwindigkeiten bzw. setzt aus mehreren unabhängigen Datenströmen einen breitbandigen Kanal zusammen.


Dem Teilnehmer steht damit ein Kanal zur Verfügung, der aus mehreren Einzelkanälen gebildet wird, die auch über unterschiedliche Wege im Netz geschaltet sein können. Die Bandbreite des Übertragungskanals wird durch Vermittlung zwischen zwei miteinander kommunizierenden inversen Multiplexern festgelegt. Es handelt sich dabei um eine bedarfsorientierte Festlegung in Form eines Bandwidth on Demand oder Multirate Circuit Switching (MRCS).

Die Bandwidth on Demand Interoperability Group hat für das inverse Multiplexing ein Übertragungsprotokoll mit mehreren Betriebsarten spezifiziert. Beim Bonding-Protokoll kann die Übertragung zwischen zwei inversen Multiplexern mit oder ohne jede Kontrolle erfolgen: Mit oder ohne Synchronisation, Fehlerkorrektur oder Laufzeitausgleich. Bei Auftreten eines Fehlers wird die Verbindung abgebrochen.

Über eine solche Konfiguration können beispielsweise Hochgeschwindigkeitsdienste wie Videokonferenzen über mehrere parallel geschaltete B-Kanäle mit Multirate-ISDN oder LAN-LAN-Verbindungen übertragen werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Inverser Multiplexer
Englisch: inverse multiplexer
Veröffentlicht: 13.03.2011
Wörter: 159
Tags: #Netzwerkkomponenten
Links: Bandbreite, B-Kanal, BoD (bandwidth on demand), DM (disconnect mode), Fehlerkorrektur