IoT (Internet of things)

Das Internet ist ein Verbund über den Benutzer miteinander kommunizieren und die angebotenen Services nutzen. Dabei kann es sich um Informations- und Mail-Services handeln, um geschäftliche Aktivitäten wie E-Commerce oder Online-Shopping um den Austausch von Dateien oder die gemeinsame Nutzung von Ressourcen.


Anders ist es beim Internet of Things (IoT) bzw. beim Wireless Internet of Things (WIoT). Im IoT-Konzept kommunizieren IoT-Geräte miteinander: Smart Objects und Maschinen, die mittels Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) miteinander kommunizieren. Daher sollte man zwischen IoT-Konzepten für Industrie und für Verbraucher unterscheiden.

Geht es bei der Industrie um Fabriken, Maschinen, Produktionseinrichtungen und Sensornetzwerke, so geht es im verbrauchsorientierten IoT-Konzept um Personen und Tiere, um Haushaltsgeräte und Geräte der Unterhaltungselektronik, um Produkte aus Warensortimenten, um Kraftfahrzeuge, medizinische Geräte, Computer, Sensoren, Stromnetze und um viele andere Objekte wie Smart Wearables. Jeder einzelne Gegenstand eines "Internet of Things" ist eindeutig durch die Identity of Things (IDoT) gekennzeichnet und kann über das Internet angesprochen werden und mit angeschlossenen Informationssystemen interagieren. Neben dem erläuterten Internet of Things gibt es noch das in der Industrie eingesetzte Industrie-IoT, Industrial Internet of Things (IIoT), oder das in der Telemedizin genutzte Internet of Medical Things (IoMT).

Vom Internet zum Internet of Things

Anwendungen 
   für Internet of Things

Anwendungen für Internet of Things

Die Vision Internet of Things stammt von Kevin Ashton und geht auf das Jahr 1999 zurück. Die damalige Vision wird bereits Realität. Der Trend zum allgegenwärtigen Computereinsatz setzt allerdings voraus, dass jedes einzelne Objekt einen Embedded Prozessor hat. An der Realisierung des "Internet of Things" wird seit Dekaden gearbeitet und in einigen Bereichen gibt es vielversprechende Erfolge. So in der Telemedizin und der Patientenüberwachung, in der Automotive-Technik, Gebäudeautomation und in Heimnetzen, bei Smart Wearables, in der Warenwirtschaft und Logistik, um nur einige Bereiche zu nennen. Auch in der Adressierung hat sich einiges getan. Mit IPv6 steht ein Adressierungsbereich zur Verfügung, mit dem eine schier unvorstellbare Anzahl an IPv6-Adressen adressiert werden kann: nämlich eine 39-stellige Anzahl.

Die weltweite Kommunikation von Smart Objects

Im Internet der Dinge kann jedes mit Intelligenz ausgestattete Objekt, Smart Object oder Intelligent Electronic Devices (IED), an der Kommunikation teilnehmen. Egal ob Messwerte von Smart Metern oder Sensordaten von Bewegungsmeldern abgefragt werden, Transaktionen zwischen Geschäftspartnern stattfinden, Vision-Sensoren zur Mustererkennung eingesetzt, Aktoren gesteuert werden, Sprachdaten zwischen Kommunikationspartnern ausgetauscht oder Websites über einen 2D-Code aufgerufen werden. Jedes Objekt ist eingebunden, ein Lichtschalter ebenso wie ein RFID-Tag, Kraftfahrzeuge, die mittels Car to Car Communication (C2C) oder Car to Infrastructure Communication (C2I) Verkehrsinformationen miteinander austauschen, Patienten, die ihre Daten an eine Überwachungszentrale übermitteln oder Käufer, die ihre Bestellungen und Auslieferungen im Internet verfolgen können. Die Datenspeicherung und Datenverarbeitung kann dabei lokal erfolgen oder in Cloud-basierten Infrastrukturen, Infrastructure as a Service (IaaS).

LPWAN-Konzepte für das Internet of Things (IoT)

LPWAN-Konzepte für das Internet of Things (IoT)

Ebenso wie das "Internet of Things" soll das "Wireless Internet of Things" eigenständig ohne menschliches Zutun Entscheidungen treffen und Aktionen auslösen. So beispielsweise das Lokalisieren eines Containers in einem Hafen oder die Erhöhung der Raumtemperatur oder die automatische Ladung des Akkus eines Elektro-Autos oder das Hinzufügen eines Kaufpreises auf eine Rechnung und gleichzeitig das Nachbestellen des Produkts usw. Internet of Things soll Geschäftsprozesse verbessern, Prozesskosten reduzieren und Risiken minimieren.

Neben Kevin Ashton, der als Erster das Internet of Things definierte, gibt es diverse weitere Definitionen, so von der CERP ( Cluster of European Research Projects): "Das Internet der Dinge kann als dynamische globale Netzwerkinfrastruktur definiert werden, das selbstkonfigurierende Eigenschaften hat, auf den Standard-Kommunikationsprotokollen basiert und in dem physikalische und virtuelle "Dinge" eigene Identitäten und physikalische Attribute haben und das intelligente Schnittstellen nutzt."

Die Weiterentwicklung vom Internet of Things (IoT) geht zum Internet of Everything (IoE).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Internet der Dinge
Englisch: Internet of things - IoT
Veröffentlicht: 09.08.2018
Wörter: 623
Tags: #Internet-Konzepte
Links: 2D-Code, Adressierung, Akku (Akkumulator), Aktivität, Aktor