Interferenzfilter

Da die Aufnahmesensoren von Videokameras, Digitalkameras und Camcordern nur helligkeitsempfindlich sind, nicht aber farbempfindlich, müssen die auf ein CMOS- oder CCD-Sensor fallenden Lichtsignale mit Farbfiltern getrennt und in die drei Primärfarben Rot, Grün, Blau (RGB) zerlegt werden. Das macht man mit Streifenfiltern, Bayer-Filtern oder Interferenzfiltern, auch Farbteilerspiegel genannt.


Solche Interferenzfilter basieren auf Interferenzen und Reflexionen an der Grenzschicht zwischen Materialien mit unterschiedlichen Brechnungsindizes. Sie bestehen aus farblosen transparenten Schichten mit dünnen aufgedampften Interferenzschichten. Die Schichtdicken liegen bei einem Viertel der Wellenlänge. Sie lassen den größten Teil des Lichtes passieren und reflektieren bestimmte Wellenlängen. Bedingt durch die unterschiedlichen Brechungsindizes lässt jede einzelne Schicht einen bestimmten Wellenlängenbereich passieren und reflektiert einen anderen. Die Einzelwellen überlagern und kompensieren sich gegenseitig und erzeugen untereinander Interferenzen, was dazu führt, dass bestimmte Wellenlängen hervorgehoben, andere hingegen ausgelöscht werden.

Aufbau eines Interferenzfilters

Aufbau eines Interferenzfilters

Ein Interferenzfilter kann beispielsweise rotes Licht filtern, grünes und blaues reflektieren. Zwei Interferenzfilter sind erforderlich um weißes Licht in die drei Primärfarben zu zerlegen und dieses auf die entsprechenden CCD-Sensoren zu leiten.

Interferenzfilter sind in dem ISO-Standard 9211, der die optischen Schichten behandelt, standardisiert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Interferenzfilter
Englisch: interference filter
Veröffentlicht: 22.04.2016
Wörter: 192
Tags: #Digitalkameras
Links: Bayer-Filter, Brechungsindex, Camcorder (camera recorder), CCD (charge coupled device), Digitalkamera