In-Memory-Computing

In-Memory Computing (IMC) ist ein Rechnerkonzept mit dem die Rechengeschwindigkeit wesentlich erhöht werden kann. Die Datenmengen und der Rechenbedarf von vielen mobilen Anwendungen, von Web-basierten Projekten, von künstlicher Intelligenz, Echtzeitanalysen oder Hochgeschwindigkeits-Transaktionen nehmen rapide zu und sind mit festplattenbasierten Rechnerarchitekturen kaum zu bewältigen.


In-Memory Computing ist ein Konzept zur Erhöhung der Rechengeschwindigkeit. Bei diesem Konzept fungiert der Arbeitsspeicher als Datenbank. Das Lesen und Schreiben von Daten erfolgt unmittelbar im Arbeitsspeicher. Ein Datentransfer hin zu Festplatten, Solid-State-Drives oder anderen Speichermedien entfällt. Durch die Nutzung des Arbeitsspeichers, der beim IMC-Konzept eine Speicherkapazität von mehreren Terabyte (TB) hat, verkürzen sich die Zugriffszeiten im Vergleich zu festplattenbasierten Architekturen um einige Zehnerpotenzen. Dadurch erhöhen sich die Performance und die Rechengeschwindigkeit und es verringert sich die Latenz. SAP nennt in diesem Zusammenhang eine mehrere 1.000-fach schnellere Auswertung ihrer SAP HANA gegenüber Datenbanken für das Online Transaction Processing (OLTP).

Beim IMC-Konzept werden die viele Daten im Arbeitsspeicher gehalten was den Datenaustausch zwischen Arbeitsspeicher, Programm und Prozessor beschleunigt. Das Konzept stammt aus den 90er Jahren und basierte auf einer Erweiterung des Arbeitsspeichers, die als Datenbank genutzt wurde. Dabei wurden bearbeitete Daten nicht in die Festplatten geschrieben, sondern verblieben in dem Cache, das die Speichererweiterung bildete.

Informationen zum Artikel
Deutsch: In-Memory-Computing
Englisch: in-memory computing - IMC
Veröffentlicht: 28.04.2019
Wörter: 207
Tags: #IT-Infrastruktur
Links: ASP (Arbeitsspeicher), Architektur, Cache, Daten, Datenbank