ISO 26262

Der ISO-Standard 26262, Functional Safety - Road Vehicles, befasst sich mit der funktionalen Sicherheit von Straßenfahrzeugen mit elektrisch/elektronisch gesteuerten Systemen (E/E-Architektur): Kraftfahrzeuge, Motorräder und E-Bikes. ISO 26262 ist unter Mitwirkung der Automobilindustrie entstanden und geht auf IEC 61508 zurück.

Der Standard ISO 26262 berücksichtigt die spezifischen Belange der Automobilindustrie und stellt ein solides Konzept für die Entwicklung funktionssicherer Automotive-Anwendungen dar. Es ist eine Automotive-Sicherheitsnorm mit der das Haftungsrisiko im Fehlerfall - also bei Ausfall von Fahrerassistenzsystemen, Brems-, Lenk- und Sicherheitssystemen - reduziert werden soll. Aus diesem Grund wird die Einhaltung von Codierungsregeln gefordert. Der Standard beschreibt die Vorgehensweise bei der Entwicklung und Produktion von Straßenfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 t und spezifiziert verschiedene Sicherheitsanforderungen wie die Failures In Time (FIT), die Single Point Fault Metric (SPFM) und die Latent Fault Metric (LFM). Es geht dabei um die funktionale Sicherheit während der gesamten Lebensdauer.

Anforderungen von ASIL an die Metriken

Anforderungen von ASIL an die Metriken

Das gesamte Standardwerk besteht aus 10 Bänden, die sich mit der Organisation, Planung, Durchführung, dem Projektmanagement und der Softwareentwicklung befassen. Eine Schlüsselkomponente des Standards sind die Automotive Safety Integrity Levels (ASIL), in denen die Risiken für den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer im Störungsfall bewertet werden.

Mit MISRA steht eine Programmiersprache für die Entwicklung funktionssicherer Automotive-Anwendungen zur Verfügung.

Informationen zum Artikel