Intensity Stereo Coding (ISC) ist eine Audiokompression, die auf der Lokalisierung der Schallquelle basiert. Der Schall, der auf das menschliche Ohr trifft, ist in der Richtung nicht genau bestimmbar und zudem hängt die Richtungsbestimmung von der Frequenzhöhe ab. Diesen Effekt macht sich Intensity Stereo Coding zunutze indem es die Datenrate bei der Schallabstrahlung reduziert, bei der keine oder lediglich geringe Qualitätseinbußen wahrnehmbar sind.

Interaural kann der Mensch Zeitdifferenzen, Inter-Aural Time Differences (ITD), und Pegelunterschiede, Inter-Aural Amplitude Differences (IAD), hören. Die feststellbaren Zeitunterschiede haben bei niedrigeren Frequenzen eine höhere Auswirkung als bei hohen. Anders ist es bei den hörbaren Pegelunterschieden, die bei höheren Frequenzen dominanter auftreten, als bei tieferen Frequenzen. Daher werden bei Intensity Stereo Coding (ISC) die Frequenzanteile der Audio-Stereokanäle mit höheren Frequenzen in einem Kanal zusammengefasst, wodurch die Zeit- resp. Phasendifferenzen eliminiert werden. Um bei der Rückwandlung die Pegeldifferenzen wieder rekonstruieren zu können, werden einige Zusatzinformationen mit übertragen.

Die ISC-Kompression ist verlustbehaftet und kann nicht die ursprüngliche Signalform wieder herstellen. Sie wird von einigen Audiokompressionen wie MP3, Ogg Vorbis und Advanced Audio Coding (AAC) unterstützt.

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Englisch: intensity stereo coding - ISC
Veröffentlicht: 23.11.2014
Wörter: 190
Tags: Audiokompression
Links: AAC-Kompression, Amplitude, Audiokompression, Codierung, Datenrate