IPPCP (IP payload compression protocol)

Mit dem IP Payload Compression Protocol (IPPCP) können Nutzdaten in IP-Datagrammen zuerst verlustfrei komprimiert und anschließend verschlüsselt werden. Die Kompression ist dann besonders sinnvoll, wenn beim Datendurchsatz zwischen den Konten Engpässe auftreten.

Durch die Datenkompression können die Nutzdaten im IPPCP-Protokoll reduziert und so Engpässe behoben werden. Voraussetzung ist allerdings, dass in Empfangsknoten hinreichende Prozessorleistung für die Dekomprimierung vorhanden ist.

Neben der Kompression unterstützt das von der Internet Engineering Task Force (IETF) spezifizierte Protokoll auch die Verschlüsselung. Da die Verschlüsselung im Allgemeinen auf der Sicherungsschicht erfolgt, und damit unterhalb der Vermittlungsschicht, auf der das IP-Protokoll angesiedelt ist, erfolgt eine solche Verschlüsselung reibungslos. Auf höheren Schichten angesiedelte Verschlüsselungsprotokolle wie IPsec arbeiten kontraproduktiv, da bereits verschlüsselte Daten nicht komprimiert werden können. Diese Einschränkung behebt IPPCP indem es einzelne Payloads verschlüsselt, bevor sie beispielsweise vom IPsec-Protokoll weiterverarbeitet werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: IP payload compression protocol - IPPCP
Veröffentlicht: 12.11.2020
Wörter: 147
Tags: IP-Protokolle
Links: Daten, Datendurchsatz, Höhere Schichten, IETF (Internet engineering task force), IP (intelligent peripheral)