IN-Schichtenmodell

Das von der ITU-T und dem European Telecommunications Standards Institute (ETSI) ETSI standardisierte konzeptionelle Schichtenmodell für intelligente Netze (IN), das Intelligent Network Conceptional Model (INCM), besteht aus vier verschiedenen Ebenen. Diese vier Ebenen umfassen die physikalischen Aspekte, die Funktionsverteilung, die globale Funktionalität und die Service-Aspekte.


Die vier Schichten des IN-Schichtenmodells

Die Physical Plane (PP) enthält die auf dieser Ebene benutzen Elemente und deren Schnittstellen, die funktionale Einheiten implementieren. Zu dieser Ebene gehören der Service Switching Point (SSP), Service Control Point (SCP), Service Management Point (SMP), Service Creation Environment Point (SCEP), Service Management Access Point (SMAP), Customer Service Control (CSC) sowie die Intelligent Network Application Protocol (INAP).

Komponenten des intelligenten Netzes (IN)

Komponenten des intelligenten Netzes (IN)

Ein intelligentes Netz ist vom Konzept her zentral organisiert. Als Steuerzentrale für die Dienste im IN fungieren die Service Control Points (SCP). Sie übernehmen mit Unterstützung zentraler Datenbanken die Verkehrsführung für die IN-Verbindungen und die Verwaltung der Gebühren- und Statistikdaten. Dabei übernimmt der Service Management Point (SMP) die Daten zum Zwecke der Konfiguration und des Dienste-Managements. Bei Nutzung eines IN-Dienstes wird die Anforderung vom Service Switching Point (SSP) erkannt und vom SCP-Point bearbeitet.

Die zweite und dritte Ebene des IN-Schichtenmodells

Die vier Schichten des IN-Schichtenmodells

Die vier Schichten des IN-Schichtenmodells

Auf der zweiten Ebene der IN-Architektur erfolgt die Funktionsverteilung. Dabei modelliert die Distributed Functional Plane (DFP) die Verteilung der IN-Funktionalität auf mehrere logische Einheiten. Bestandteile der Distributed Functional Plane sind die Functional Entity Actions (FEA) und die Service Logic Programs (SLP).

Die dritte Ebene auf der das intelligente Netz als eine Einheit dargestellt wird, ist die Global Functional Plane (GFP). Sie dient den Service-Designern zur Integration von Diensten mittels der Service Independent Building Blocks (SIB).

Dank dieses Konzeptes können Dienste über eine einfache Beschreibung über die Service Plane (SP), die die obere Schicht des funktionalen IN-Schichtenmodells bildet, definiert werden. Die Service Plane ist Dienste-orientiert. Die auf der SP-Schicht bereitgestellten Dienste bestehen aus den Service Features (SF), das sind Dienstmerkmale.

Informationen zum Artikel
Deutsch: IN-Schichtenmodell
Englisch: intelligent network conceptional model - INCM
Veröffentlicht: 08.11.2013
Wörter: 330
Tags: #Next-Generation-Netze
Links: Aspekt, CSC (customer service control), Daten, Datenbank, DFP (distributed functional plane)